-
Siri AI erhält mit iOS 27.3 Zugriff auf Dateien und mehr App-Funktionen
-
Powerbanks ab 20.000 mAh im Vergleich: Verbatim vor Anker
-
Softwareupdate bringt älteren VW-ID-Modellen Batterie-Vorkonditionierung
-
McLaren erprobt beim Saisonfinale bereits Lösungen für 2027
-
Berlin wird Austragungsort der Handball-Weltmeisterschaft 2029
-
Gregor Gysi fordert Ausschluss von Vanessa Emde aus der Linksfraktion
-
Prozess gegen früheren Lehrer wegen mutmasslicher Vergewaltigung einer Schülerin
-
Berliner Weihnachtsbaum erreicht nach Panne auf der A10 den Gendarmenmarkt
-
Stephen Miller übernimmt nach republikanischer Wahlniederlage Trumps Stabsführung
-
Benzinpreis fällt in der Schweiz erstmals seit August unter zwei Franken
-
Novartis prüft Tumormeldungen nach Behandlungen mit Zolgensma
-
Wenn die Enkelbetreuung Grosseltern an die Belastungsgrenze bringt
-
Ronaldinho und Del Piero begeistern 24.000 Zuschauer im Letzigrund
-
Kürbis-Pancakes bringen herbstliche Aromen auf den Brunchtisch
-
Miro Muheims Distanztreffer sorgt in der Bundesliga für Aufsehen
-
Geplantes Ende der 50-Euro-Grenze beim Einkauf in Deutschland polarisiert
-
USA setzen Millionenbelohnung für Hinweise zu Irans Atomprogramm aus
-
Maximilian Streule schafft nach Herzoperation den Sprung ins Nationalteam
-
Unfall und brennendes Auto führen auf der A1 bei Härkingen zu Stau
-
Nach Tod von 14 Pferden erhält betroffene Familie mehr als 60.000 Franken
-
Werkstattbrand in Giebenach verursacht hohen Sachschaden
-
Flucht vor Polizei endet in Andwil mit schwerem Unfall an Wohnhaus
-
Chris Paddack führt Samsung Lions mit schwerer Arbeitserloadung in der KBO-Serie
-
الميزانية الكندية تقترح رفع سقف التأمين على الرهون العقارية إلى 1.5 مليون دولار
-
عائلة مراهقة ترفع دعوى ضد جوجل لادعاء التقصير في حماية طالب من الانتحار عبر الذكاء الاصطناعي
-
Steinbock-Wochenhoroskop: Unerwartete Wendungen in Liebe und Finanzen
-
بودكاست 'شتامبلايتس': تحليل أفضل تسديدة في الدوري الألماني
Erfolge für US-Abtreibungsbefürworter in Referenden - Aber Scheitern in Florida
Bei zeitgleich mit der US-Präsidentschaftswahl abgehaltenen Referenden haben die Bürgerinnen und Bürger in mehreren Bundesstaaten für ein liberales Abtreibungsrecht gestimmt. Wie nach dem Urnengang vom Dienstag bekannt wurde, wurde etwa in Missouri eine der landesweit drakonischsten Gesetzgebungen gegen Schwangerschaftsabbrüche gekippt. In Florida und South Dakota scheiterten allerdings Initiativen zur Lockerung der strikten Abtreibungsregeln. Nach dem Sieg des Republikaners Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl fürchten Aktivisten zudem weitere Beschneidungen des Abtreibungsrechts.
In insgesamt zehn Bundesstaaten wurde über das Abtreibungsrecht abgestimmt. Dabei wurde in Missouri, Arizona, Colorado, Maryland, Montana, Nevada und New York für ein liberales Abtreibungsrecht votiert. In Nebraska war der Ausgang noch offen. Hier hatten die Bürgerinnen und Bürger die Wahl, das Abtreibungsrecht bis zur zwölften Woche in der Verfassung des Bundesstaates festzuschreiben oder die Frist bis zur 24. Schwangerschaftswoche zu verlängern.
In Arizona und Missouri gab es jeweils ein Votum, durch das Schwangerschaften künftig bis zum Zeitpunkt der Lebensfähigkeit des Fötus abgebrochen werden dürfen, als etwa bis zur 24. Schwangerschaftswoche. Für Missouri bedeutet dies eine drastische Kehrtwende. Dort sind bislang sogar Abbrüche in Fällen von Inzest und Vergewaltigung verboten. In Arizona waren Abtreibungen bislang - mit wenigen Ausnahmen - nur bis zur 15. Schwangerschaftswoche legal.
In Florida hingegen verfehlte der Vorstoß, das dort geltende Abtreibungsverbot nach der sechsten Schwangerschaftswoche zu kippen, die erforderliche Mehrheit. Mit dem Vorstoß sollten ebenfalls Abtreibungen bis zum Zeitpunkt der Überlebensfähigkeit des Fötus erlaubt werden.
Laut US-Sendern sprachen sich zwar 57 Prozent in Florida für die Initiative aus. Für eine Änderung des geltenden Rechts hätten aber 60 Prozent zustimmen müssen. Das war die höchste Zustimmungsschwelle aller Abtreibungsreferenden.
In Florida war erst im Mai das Gesetz in Kraft getreten, das Abtreibungen nach der sechsten Schwangerschaftswoche verbietet. Zuvor waren sie dort bis zur 15. Woche erlaubt. In der Sechs-Wochen-Frist wissen viele Frauen noch gar nicht, dass sie schwanger sind.
Für Befürworter des Abtreibungsrechts ist das Scheitern der Gesetzesinitiative in Florida ein besonders harter Schlag. Florida ist umringt von anderen Staaten mit strikten Regelungen und hätte bei einem Erfolg des Referendums eine Anlaufstelle für Abtreibungswillige im Südosten der USA werden können.
Wegen der hohen 60-Prozent-Schwelle und einer "Desinformationskampagne" durch die konservative Regierung Floridas müssten die Frauen nun weiterhin "in Furcht, Unsicherheit und mit der Verweigerung von Gesundheitsversorgung leben", beklagte die Vorsitzende der Frauenrechtsorganisation Center for Reproductive Rights, Nancy Northup.
Auch in South Dakota scheiterte laut US-Medien das Referendum für eine Verfassungsänderung für ein liberaleres Abtreibungsrecht. Damit sind dort Schwangerschaftsabbrüche weiterhin nur erlaubt, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist.
Abtreibungen waren in den USA fast 50 Jahre lang landesweit erlaubt. Vor zwei Jahren kippte dann jedoch der Oberste Gerichtshof das bundesweite Abtreibungsrecht, seither sind die einzelnen Bundesstaaten für die Gesetzgebung zuständig. Mehr als 20 Staaten haben die Bestimmungen seither verschärft.
Trump rühmte sich im Wahlkampf, dies ermöglicht zu haben. Er hatte während seiner ersten Amtszeit als Präsident (2017-21) drei erzkonservative Richter für das Oberste Gericht nominiert und damit der Abschaffung des landesweiten Abtreibungsrechts den Weg gebahnt.
Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris hatte sich im Wahlkampf vehement für die Wiederherstellung des landesweiten Abtreibungsrechts eingesetzt. Von der Ansetzung der Abtreibungsreferenden hatten sich die Demokraten auch erhofft, zusätzliche Wählerinnen und Wähler für Harris mobilisieren zu können.
Laut dem Juristen Lewis Grossman von der American University könnte Trump nach seiner Amtsübernahme mit weiteren Ernennungen von Richtern und bundesstaatlichen Maßnahmen beim Zugang zu Abtreibungen "eine Menge Schaden" anrichten. Laut Experten wie der Juristin Sonia Suter von der George Washington University könnte sich die neue Regierung zuerst Abtreibungspillen wie Mifepriston vornehmen.
Früher musste die Pille in einer medizinischen Einrichtung eingenommen werden. Die Regierung des scheidenden US-Präsidenten Joe Biden hatte es aber 2021 erlaubt, dass das Medikament auch von Tele-Medizinern verschrieben und per Post zugeschickt werden kann.
P.Tamimi--SF-PST