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Weitere israelische Militäreinsätze im Gazastreifen und im Westjordanland
Die israelische Armee hat im Gazastreifen und im Westjordanland weitere Einsätze ausgeführt. Wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag berichtete, sprengten israelische Soldaten in der Stadt Gaza mehrere Häuser. Kampfflugzeuge griffen demnach zudem in der Nacht im Osten des Palästinensergebiets ein Gebäude an.
Die von der islamistischen Hamas kontrollierte Zivilschutzbehörde im Gazastreifen erklärte, Israel habe einen tödlichen Angriff auf ein Zelt in Chan Junis im Süden des Palästinensergebietes ausgeführt. In dem Zelt seien Flüchtlinge aus anderen Regionen des Gazastreifens untergebracht gewesen. Zudem habe die israelische Luftwaffe das Zentrum des Gazastreifens bombardiert.
Im Westjordanland griff die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben am späten Montagabend eine "bewaffnete terroristische Zelle" in Tulkarem an. Aus palästinensischen Ärztekreisen hieß es dagegen, israelische Soldaten hätten einen Jungen mit einem Kopfschuss getötet.
Die israelische Regierung steht wegen ihres militärischen Vorgehens im Gazastreifen und im Westjordanland im In- und Ausland in der Kritik. Diese hat noch zugenommen, nachdem am Wochenende im Gazastreifen sechs von der Hamas entführte Geiseln tot aufgefunden wurden.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu bat am Montagabend um "Verzeihung" für die nicht gelungene Rettung der Geiseln. Er kündigte aber zugleich an, bei den Verhandlungen über ein Waffenruhe-Abkommen mit der Hamas hart bleiben zu wollen. Die radikale Palästinenserorganisation drohte derweil, die in den Gazastreifen verschleppten Geiseln würden "in Särgen" zurückkehren, wenn Israel weiterhin militärischen Druck ausübe.
Knapp elf Monate nach dem Hamas-Großangriff auf Israel vom 7. Oktober befinden sich nach israelischen Angaben noch immer 97 Geiseln in der Gewalt der Hamas und anderer militanter Palästinensergruppen, 33 von ihnen sind demnach vermutlich tot.
E.AbuRizq--SF-PST