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UN-Generalsekretär Guterres nahe Grenzstadt Rafah in Ägypten eingetroffen
UN-Generalsekretär António Guterres ist zu einem Besuch in Ägypten eingetroffen, wo er auch die Stadt Rafah an der Grenze zum Gazastreifen besuchen wollte. Guterres landete am Samstag in der nahe Rafah gelegenen ägyptischen Stadt al-Arisch. Es wurde erwartet, dass er auf die ägyptische Seite der Grenzstadt weiterreist, um dort Helfer zu treffen und seine Forderung nach einer humanitären Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazstreifen zu bekräftigen.
Guterres hatte Rafah bereits im Oktober besucht. In dem an Ägypten angrenzenden Teil der Stadt im Gazastreiben leben mittlerweile rund 1,5 Millionen Palästinenser auf engstem Raum, die dort Schutz vor den Kämpfen in anderen Teilen des Palästinensergebiets suchen.
Die israelische Armee hatte als Reaktion auf den Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober einen Militäreinsatz im Gazastreifen gestartet. Bei dem Großangriff der von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuften Hamas auf Israel wurden nach israelischen Angaben etwa 1160 Menschen getötet und rund 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.
Israel geht seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, mehr als 32.100 Menschen getötet. Die Vermittler USA, Ägypten und Katar bemühen sich seit Wochen um eine Einigung zwischen Israel und der Hamas über eine Feuerpause und die Freilassung der Geiseln im Gazastreifen.
Nach mehr als fünf Monaten Krieg zwischen Israel und der Hamas ist die humanitäre Lage in dem Palästinensergebiet katastrophal. Laut dem UN-Welternährungsprogramm (WFP) befinden sich die dort lebenden 2,4 Millionen Palästinenser am Rande einer Hungersnot.
I.Yassin--SF-PST