-
Minister bei Mladic-Beerdigung: Bosnien weist zwei serbische Diplomaten aus
-
Ärmelkanal-Unglück mit 31 Toten: Schleuserprozess hat in Paris begonnen
-
Vuelta: Brennan feiert vierten Etappensieg
-
USA verschärfen Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften
-
Kreml: Putin und Trump führten "äußerst offenes" Telefonat
-
Nach Wahldebakel: Ministerpräsident Schulze neuer CDU-Fraktionschef in Sachsen-Anhalt
-
Ballon d'Or: Kane, Olise, Diaz und Upamecano unter Top 30
-
Aktivisten: Mehr als tausend Opfer durch Streubomben im vergangenen Jahr
-
Sachsen-Anhalt: Wagenknecht für Gespräche mit AfD - aber gegen Koalition
-
Pistorius: Deutschland baut Unterstützung ukrainischer Luftverteidigung weiter aus
-
Zwölf Länder wollen Handel mit Israels Siedlungen im Westjordanland sanktionieren
-
Nicaragua im Gaza-Prozess. Deutschland verstößt gegen das Völkerrecht
-
Feuerzeughersteller BIC will mit Kiffern in den USA Geschäft beleben
-
Sicherheitsbehörden wappnen sich gegen AfD-Regierung - Notz beklagt Versäumnisse
-
Freundin mit Feuerlöscher erschlagen: Psychiatrie für Mann in Hessen
-
"Kritischer Zustand": Heldt kritisiert Transfer-Politik
-
Hackerangriff in Berlin: Laut Senat keine militärischen Daten betroffen
-
Sachsen-Anhalt: Grüne offen für BSW-Vorschlag zu unabhängigem Ministerpräsidenten
-
Sexualisiertes Fehlverhalten in der Bundeswehr: Generalinspekteur alarmiert
-
Sturzflut in Nepal: Berge waren vor Gletscherabbruch außergewöhnlich warm
-
Prozess gegen mutmaßliches früheres IS-Mitglied in München begonnen
-
Westjordanland: Zwölf Länder wollen Handel mit Israels Siedlungen sanktionieren
-
"Julius Hirsch Preis": Gewinner in "herausfordernden Zeiten"
-
Schneider: Klimawandel zeigt zuvor nie erlebte Konsequenzen
-
Negativrekorde für Deutschland in Pisa-Studie - Rufe nach mehr Chancengerechtigkeit
-
"Brandgefährlich": Von Notz wirft Verfassungsschutz Versäumnis bei Schutz vor AfD vor
-
Menschenrechtsgericht lehnt Familiennachzug für 13 Kinder aus drei Ehen ab
-
"Maximal unglücklich": Gladbach wochenlang ohne Kühn
-
Schwerste Angriffe seit Jahren: Mehr als 70 Verletzte bei Huthi-Attacken in Saudi-Arabien
-
Erster Schultag von Prinz George in britischer Eliteschule Eton College
-
Privat- und Güterbahnen stellen DB-Infrastrukturtochter vernichtendes Urteil aus
-
Rad-Profi Zimmermann wechselt 2027 zu Lidl-Trek
-
Israelisches Gericht weist Eilantrag gegen Siedlungsprojekt E1 im Westjordanland zurück
-
Sabotageversuche an Stromnetz: 48-jähriger Verdächtiger in Nordrhein-Westfalen gefasst
-
Goethe-Institute in Russland müssen bis Sonntag Arbeit einstellen
-
"Dampfkochtopf" Ceuta: Präsident bittet EU um Hilfe bei Bewältigung der Migrationskrise
-
"Dampfkochtop" Ceuta: Präsident bittet EU um Hilfe bei Bewältigung der Migrationskrise
-
NRW-Ministerpräsident Wüst fordert Bund-Länder-AG zur Prüfung der AfD
-
Jugendlicher in Berlin homophob beleidigt und verletzt
-
48-jähriger Verdächtiger nach Sabotageversuchen an Stromversorgung festgenommen
-
Papstreise nach Frankreich: Eine Million Menschen in Paris erwartet
-
Neue Angriffe auf Kiew nach Ende von Feuerpause - Selenskyj hofft auf baldige Verhandlungen
-
Netanjahu wegen Berichts über Warnung vor Angriff vom 7. Oktober 2023 unter Druck
-
Erdnussbutter-Kunstwerk in den Niederlanden: 48 Fußabdrücke und ein "Schleck-Vorfall"
-
Illegaler Handel: 165 Schusswaffen bei Razzien in Köln und Wuppertal beschlagnahmt
-
Deutschland darf Insulin-Hersteller Sanofi mit 400 Millionen Euro unterstützen
-
Opposition im Bundestag wirft Koalition ruinöse Schuldenmacherei vor
-
Pisa-Studie: Kinderhilfswerk fordert stärkeren Fokus auf Bildungsgerechtigkeit
-
Klingbeil: Haushalt 2027 ist Grundlage für Reformen in Krisenzeiten
-
FIFA-Machtkampf: Erneute Beschwerde gegen Infantino
Harter Schlagabtausch im Bundestag zum Kurs in der Migrationspolitik
Mit scharfen Attacken gegen Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat die Union im Bundestag einen Kurswechsel in der Migrationspolitik gefordert. Faeser torpediere auf europäischer Ebene eine Einigung auf eine bessere Steuerung der Migration, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. Faeser warf CDU und CSU Wahlkampf auf dem Rücken der Geflüchteten vor. Einen Pressebericht über Pläne zur Ausweitung des Familiennachzugs für Geflüchtete wies sie zurück.
Die Innenministerin sei in der Flüchtlingspolitik "kein Zugpferd", sondern "das Trojanische Pferd zur Verschärfung der Migrationskrise", sagte Dobrindt. Er forderte die Regierung auf, Vorschläge der Union für einen "Deutschland-Pakt" zum Stopp irregulärer Migration anzunehmen. Denn angesichts steigender Flüchtlingszahlen drohe ein "gesellschaftlicher Großkonflikt": "Die Asylzahlen steigen, die Kommunen sind überlastet, die gesellschaftliche Akzeptanz schwindet."
In ihrem Antrag fordert die Union, "die irreguläre Migration spürbar zu reduzieren, um Bund, Länder und Kommunen zu entlasten". CDU und CSU verlangen dazu unter anderem verschärfte Abschieberegeln, stationäre Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien und die Beseitigung von Anreizen zur Einwanderung bei den Sozialleistungen.
Faeser wies den Vorwurf Dobrindts zurück, sie fördere irreguläre Migration. "Gehen sie nicht weiter auf dem Irrweg, Wahlkampf auf dem Rücken von Menschen zu machen, die vor Krieg und Terror bedroht sind", sagte die Ministerin, die bei der Landtagswahl in Hessen Anfang Oktober Spitzenkandidatin der SPD ist, im Bundestag. Das sei "Populismus pur" und stärke nur die Rechtsextremen.
In der Debatte dementierte Faeser auch einen Pressebericht, wonach sie den Familiennachzug für Geflüchtete deutlich erleichtern wolle. Dazu wolle sie "im Moment" keine neuen Regelungen vorlegen, sagte die Ministerin.
Die Bundespolizei vermeldete am Freitag einen weiteren deutlichen Anstieg unerlaubter Einreisen. Demnach wurden im August 14.701 solcher Grenzübertritte registriert. Dies waren 66 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Für die ersten acht Monate des Jahres wurden damit insgesamt 70.753 illegale Einreisen verzeichnet. Im gleichen Zeitraum 2022 waren es knapp 45.000.
Faeser verwies in der Bundestagsdebatte bei der Grenzkontrolle zwar weiter auf die Schleierfahndung. Sie räumte aber ein, dass zur Schleuserbekämpfung es "auch partiell notwendig" sein könne, "stationäre Grenzkontrollen durchzuführen". Die hohen Füchtlingszahlen zeigten, "wir sind auf allen Wegen gefordert, irreguläre Migration einzuschränken", sagte Faeser. Sie warnte jedoch vor einfachen Lösungen.
Der FDP-Politiker Konstantin Kuhle sagte voraus, dass es in diesem Jahr voraussichtlich 300.000 Asylanträge geben werde. Dies wären so viele wie seit der Flüchtlingskrise von 2015/2016 nicht mehr. "All diese Menschen müssen vernünftig versorgt werden", sagte Kuhle. Städte und Gemeinden stünden aber vielfach an der Belastungsgrenze.
Der Deutsche Städtetag forderte schnell mehr finanzielle Hilfen für die Kommunen. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der "Rheinischen Post", es werde "vielerorts immer schwieriger, Geflüchtete angemessen unterzubringen und zu versorgen". Nötig sei eine Vereinbarung zur Finanzierung, die sich "dynamisch den Flüchtlingszahlen anpasst". Hier müsse die nächste Länder-Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) im November endlich liefern.
Die Grünen-Abgeordnete Katrin Göring-Eckardt unterstützte "Soforthilfen", um in den Kommunen "die Strukturen aufrecht zu erhalten, die jetzt notwendig sind". Denn viele Städte und Gemeinden vollbrächten "gerade einen enormen Kraftakt".
Der AfD-Abgeordnete Bernd Baumann machte auch die Union für die Lage verantwortlich. Diese habe mit ihrer Migrationspolitik der vergangenen Jahre "ihre eigenen Wähler verraten". Die Linken-Abgeordnete Clara Bünger warf CDU und CSU vor, "keine substantiellen Lösungen" in ihrem Antrag zu liefern. Stattdessen setze die Union auf "Abschottung und Entrechtung".
W.AbuLaban--SF-PST