-
Bilger: AfD-Absage an Infrastruktur-Milliarden für Sachsen-Anhalt "verheerend"
-
Zverev krönt Traumjahr mit US-Open-Sieg
-
Hauchdünner Vorsprung für linke Opposition bei Wahl in Schweden - Verluste für Rechtspopulisten
-
Kommunalwahl in Niedersachsen: Hochrechnung sieht CDU vor SPD und AfD
-
Dauersieger legt nach: Rekordchampion USA erneut Weltmeister
-
Kommunalwahl in Niedersachsen: Ergebnisse erster Oberbürgermeisterwahlen liegen vor
-
Linke Opposition liegt bei Wahl in Schweden vorn - Rechtspopulisten mit Stimmverlusten
-
Explosion von Wohnhaus in Weimar: Polizei geht von absichtlicher Sprengung aus
-
Nachwahlbefragungen: Linke Opposition liegt bei Wahl in Schweden vor rechtem Block
-
Trump: "Negative Kräfte" hinter Forderungen nach Drosselung von KI-Entwicklung
-
Arbeitssieg im Wunderdorf: Bayern stoppt Aufsteiger Elversberg
-
Frühes Rot - City gewinnt Manchester-Derby dennoch
-
47,10: Agyekum pulverisiert seinen Hürden-Rekord
-
Söder warnt vor Scheitern der Bundesregierung - Kretschmer: Brauchen CSU-Gen
-
دراسة على مستفيدي ميديكيد ترصد فجوة في العمر المتوقع للمصابين بالتوحد
-
Russland greift Bahnstrecken in der Ukraine an - Zug nach Polen getroffen
-
Blech statt Bronze: DBB-Frauen gehen beim Heimturnier leer aus
-
أمودي يقترح رقابة مستقلة وتنسيقاً دولياً لضبط تطوير الذكاء الاصطناعي
-
Französische Rechtspopulistin Le Pen stellt Vorrechte für Franzosen in Aussicht
-
Nächste Klatsche: HSV tief in der Krise
-
Golf: Henseleit gewinnt erstmals Solheim Cup mit Team Europa
-
Mit Rennglück: Antonelli triumphiert auch in Madrid
-
Trump: Ukraine soll Angriffe auf russische Raffinerien einstellen
-
SPD in Schleswig-Holstein kürt Parteichef Kämpfer zu Spitzenkandidat für Landtagswahl
-
Türkei: Zahlreiche Festnahmen bei Razzien in Bars und gegen LGBTQ-Organisationen
-
Kiew: Systematischer Angriff Russlands auf Schienennetz - Zug Richtung Polen getroffen
-
Israels Botschafter Prosor warnt: Deutschland ist "Terrorziel" der Hamas
-
Berliner Seriensieger gewinnen auch in Osnabrück
-
Huthis verstärken nach Offensive im Jemen Angriffe gegen Saudi-Arabien
-
Gefahren durch KI: Digitalministerium gegen Stopp der Entwicklung in Europa
-
張國榮70歲誕辰音樂會西九舉行 唐鶴德錄音致意
-
Frau bei antisemitischem Angriff mit abgebrochener Glasflasche in Berlin verletzt
-
Parlamentswahl in Schweden: Enges Rennen erwartet - Rechtspopulisten wollen in die Regierung
-
鏈球選手周柏言身形被質疑 教練指出其香港青年紀錄成績
-
World Athletics hält an Russland-Sanktionen fest
-
iPhone 18預購後出現可疑扣款 四間銀行調查未授權交易
-
Söder stellt sich hinter Merz: CSU-Chef schließt Kanzlersturz für seine Partei aus
-
Warnungen vor KI-Risiken - Anthropic-Chef fordert langsameres Entwicklungstempo
-
Linienbus in Berlin fährt gegen Baum: 15 Menschen teils schwer verletzt
-
Wanderer im Allgäu fürchtet Bärenattacke: Polizei identifiziert Hirsche
-
KI und neue Standards: Wege zur Senkung der Sepsissterblichkeit in Deutschland
-
《浪花男女》辦特別謝票場 馮志強談票房與導演客串拍攝
-
Filmfestival von Venedig: Goldener Löwe geht an Regisseurin May el-Toukhy für "Woman Unknown"
-
Zu betrunken für Alkoholtest: Mutter baut Unfall mit dreijährigem Kind in Auto
-
Galaxy Tab S12系列效果圖曝光 Ultra擬配雙鏡頭及瀏海螢幕
-
Linienbus fährt gegen Baum: Elf teils schwer Verletzte in Berlin
-
Trainer Polanski bei Gladbach entlassen
-
Tägliche Rätsel der Badischen Zeitung: Sudoku, Wordle und Kreuzworträtsel
-
Altman: OpenAI wird 2026 nicht an die Börse gehen
-
حمزة قورقماز يناقش العلاقة بين وضوح المبادئ واحترام الاختلاف
Habecks Wirtschafts-Staatssekretär Graichen muss Posten räumen
Wirtschafts-Staatssekretär Patrick Graichen muss nach wochenlanger Rückendeckung durch Minister Robert Habeck (Grüne) nun doch seinen Posten räumen. Graichen habe sich "zu angreifbar gemacht, um sein Amt noch wirkungsvoll ausüben zu können", sagte Habeck am Mittwoch. Bei einer vertieften internen Prüfung seien neue belastende Erkenntnisse aufgetaucht. Die Opposition bezeichnete Graichens Abgang als überfällig und forderte weitere Aufklärung.
Graichen stand seit Wochen wegen des Vorwurfs der Vetternwirtschaft unter Druck. Habeck hatte nach der Affäre um die Vergabe eines Spitzenpostens bei der bundeseigenen Deutschen Energie-Agentur (Dena) an Graichens Trauzeugen Michael Schäfer trotz massiven Drucks der Opposition zunächst an seinem Staatssekretär festgehalten. Nach internen Prüfungen zu weiteren Vorgängen rund um Graichen zog der Minister nun aber die Reißleine.
Es seien im Zusammenhang mit einem Förderantrag des BUND-Landesverbandes Berlin und bei der Besetzung einer Expertenkommission neue Ungereimtheiten festgestellt worden, sagte Habeck. Er sei daher in einem Gespräch mit Graichen "darin übereingekommen, dass wir die gemeinsame Arbeit nicht fortsetzen". Er werde Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier darum bitten, Graichen in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen.
Nach der Dena-Affäre seien Ende April neue Prüfungen eingeleitet worden, sagte Habeck. Konkret billigte Graichen demnach eine Projektskizze des BUND-Landesverbandes Berlin, obwohl Graichens Schwester Verena im Vorstand des Verbandes sitzt. Bei dem Projekt ging es laut Habeck um eine Fördersumme von knapp 600.000 Euro. Es sei zwar noch kein Geld geflossen, aber das Projekt sei mit der Abzeichnung durch Graichen als förderwürdig eingestuft worden. Daher sei der Vorgang als Compliance-Verstoß zu bewerten, sagte Habeck.
Außerdem sei ein zweiter Vorgang bei der internen Prüfung neu bewertet worden, führte Habeck aus. Dabei gehe es um die Besetzung der Expertenkommission zum Energiewende-Monitoring, bei der unter anderem Felix Matthes vom Freiburger Öko-Institut als Experte beauftragt worden sei. Der Vorgang liege schon länger zurück. Auch hier sei die vertiefte Prüfung zu dem Schluss gekommen, dass der Anschein der Parteilichkeit besser hätte vermieden werden sollen, sagte Habeck.
Die Fehler seien "unterschiedlich gravierend" und jeder für sich genommen hätte eine Trennung von Graichen nicht gerechtfertigt, betonte der Minister. In der Gesamtschau habe sich Graichen aber "zu angreifbar gemacht, um sein Amt noch wirkungsvoll ausüben zu können".
Die nun getroffene Entscheidung sei "schwer für mich und sehr hart für Patrick Graichen", sagte Habeck. Er müsse aber das Vertrauen in die Arbeit seines Ministeriums schützen und seine politische Handlungsfähigkeit gewährleisten. Er hoffe, dass die Nachfolge Graichens noch vor der parlamentarischen Sommerpause geregelt wird. Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung könnte der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, den Posten übernehmen.
Habeck nahm den scheidenden Staatssekretär zugleich in Schutz. Graichen habe "große Leistungen für dieses Land erbracht", sagte Habeck. Er habe Deutschland unter anderem "vor einer Gasmangellage bewahrt und maßgeblich dazu beigetragen, eine Wirtschaftskrise abzuwenden". Die Abzeichnung der BUND-Vorlage falle in die Hochphase der Krise, sagte Habeck. "Es war eine Phase extremer Arbeitslast."
Der Minister verurteilte zudem den Umgang mit Graichen, der in den vergangenen Wochen "über das berechtigte Maß an Kritik" angefeindet worden sei. Es seien auch Lügen über seine Familie verbreitet worden. "So dürfen politische Debatten nicht ausarten", sagte Habeck.
Die Politische Bundesgeschäftsführerin der Grünen, Emily Büning, nannte Graichens Ablösung "konsequent und richtig". Die SPD-Parlamentsgeschäftsführerin Katja Mast befürwortete die Entscheidung ebenfalls. "Ich hoffe sehr, dass jetzt wieder Sachthemen im Vordergrund stehen", sagte sie der Funke Mediengruppe. Der FDP-Abgeordnete Michael Kruse warnte vor einem "Macht-Vakuum" im Wirtschaftsministerium und forderte einen neuen Zeitplan für das geplante Heizungsgesetz.
Die Opposition verlangte weitere Aufklärung. Graichens Abgang könne "nur der Anfang sein", sagte die CDU-Abgeordnete Gitta Connemann dem "Spiegel". "Es geht um mehr als den Fehler eines Staatssekretärs, sondern um ein System".
Ähnlich äußerte sich der Linken-Abgeordnete Jan Korte. Graichen Abgang sei "überfällig" gewesen. Er sei aber nur "ein Bauernopfer". Offensichtlich gebe es "in der grünen Wirtschaftsszene einen massiven Vetternwirtschaftskomplex".
Y.Shaath--SF-PST