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Berauscht am Steuer: US-Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Britney Spears
Nach ihrer Autofahrt unter mutmaßlichem Drogen- oder Alkoholeinfluss vor rund zwei Monaten ist gegen US-Popstar Britney Spears Anklage erhoben worden. Wie die Staatsanwaltschaft im Bezirk Ventura County nahe Los Angeles am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte, soll die Anklage gegen Spears am Montag vor Gericht verlesen werden. Im Falle eines Vergleichs könnte Spears laut Staatsanwaltschaft mit einer Bewährungsstrafe rechnen.
Anfang März war Spears in der Nähe von Los Angeles am Steuer ihres schwarzen BMW 430i von der Polizei gestoppt worden und hatte eine Nacht in Polizeigewahrsam verbracht. Sie sei "unberechenbar mit hoher Geschwindigkeit gefahren", berichtete die "Los Angeles Times". Um welche Rauschsubstanz es sich genau handelte, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
Ihr Management hatte anschließend von einem "absolut unentschuldbaren" Vorfall gesprochen und erklärt, Spears werde nun "die richtigen Schritte unternehmen und sich an das Gesetz halten". "Hoffentlich kann dies der erste Schritt in der längst überfälligen Veränderung sein, die in Britneys Leben stattfinden muss", hieß es in einer im März veröffentlichten Erklärung. Medienberichten zufolge hatte sich die Sängerin daraufhin aus freien Stücken zur Behandlung in eine Entzugsklinik begeben.
Laut Staatsanwaltschaft muss die 44-jährige Pop-Ikone am Montag nicht selbst vor Gericht erscheinen, sondern kann sich auch durch ihren Anwalt vertreten lassen.
Spears könne einer Gefängnisstrafe entgehen, wenn sie einem Vergleich vor Gericht zustimme. Dies würde aller Voraussicht nach ein Schuldbekenntnis, die Bereitschaft eines freiwilligen Entzugs, die Zahlung einer Geldstrafe sowie ein gerichtlich angeordnetes Fahrsicherheitstraining umfassen. "Dieses Angebot wird Spears am Montag unterbreitet", erklärte die Staatsanwaltschaft.
Spears war 1998 als Jugendliche mit "Baby One More Time" zum Superstar geworden, es folgten Hits wie "Oops! … I Did It Again" und "Toxic". 2008 wurde die Sängerin wegen psychischer Probleme vorübergehend in eine Klinik zwangseingewiesen und entmündigt.
Ihr Vater Jamie übernahm die Vormundschaft über die Musikerin und kontrollierte damit nicht nur die persönlichen und künstlerischen Belange seiner Tochter, sondern auch ihr Vermögen. Erst Ende 2021 endete die höchst umstrittene Vormundschaft nach langem Rechtsstreit.
In ihrer 2023 erschienenen Biografie "The Woman in Me" hatte Spears angegeben, niemals harte Drogen genommen zu haben. "Ich trank gerne, aber ich habe nie die Kontrolle verloren", schreibt sie. Sie räumte jedoch die Einnahme von Adderall ein, einem zu den Stimulanzien zählenden Medikament zur Behandlung von ADHS.
E.Aziz--SF-PST