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Filmstars wenden sich in offenem Brief gegen Warner-Bros.-Übernahme durch Paramount
Die Mega-Fusion der beiden US-Filmkonzerne Paramount Skydance und Warner Bros. stößt in Hollywood auf Widerstand: Mehr als tausend Filmschaffende, darunter Leinwand-Stars wie Jane Fonda und Joaquin Phoenix, unterzeichneten einen am Montag (Ortszeit) veröffentlichten offenen Brief gegen die geplante Warner-Übernahme durch Paramount.
Die Fusion verstärke die Konzentration in der Unterhaltungsbranche weiter, es gäbe dann nur noch vier große US-Filmstudios, heißt es in dem offenen Brief. Dies würde "den Wettbewerb in einer Zeit verringern, in der unsere Branchen - und das Publikum, dem wir dienen, sich das am wenigsten leisten können".
Die Folgen wären dem Schreiben zufolge "weniger Möglichkeiten für Kreative, weniger Jobs rund um das Produktions-Ökosystem, höhere Kosten und weniger Auswahl für das Publikum in den USA und weltweit".
Paramount Skydance will für 111 Milliarden Dollar (94,8 Milliarden Euro) Warner Bros. übernehmen, das unter anderem Kassenschlager wie die "Harry Potter"- und "Herr der Ringe"-Filme sowie die Erfolgsserie "Game of Thrones" produziert hat. Das Übernahmeangebot umfasst auch die zu Warner Bros. gehörenden Fernsehsender, darunter der Nachrichtensender CNN.
Die Beschäftigten in der Filmbranche fürchten, dass der Zusammenschluss von zwei großen Filmstudios zu umfassenden Sparmaßnahmen führt, zumal Paramount Skydance einen sehr hohen Kaufpreis gegenfinanzieren muss. Dies dürfte sich nicht nur auf Schauspieler und Regisseure, sondern auch auf die zahlreichen anderen Menschen auswirken, die an Filmen mitwirken wie Masken- und Bühnenbildner, Fahrer, Caterer oder Floristen.
Die Unterzeichner des Protestbriefs beklagen, dass wegen vorheriger Fusionen die Zahl der produzierten Filme bereits deutlich zurückgegangen sei. Zugleich verwiesen sie auf die politische Dimension der geplanten Fusion. "Wettbewerb ist wesentlich für eine gesunde Wirtschaft und eine gesunde Demokratie", heißt es in dem offenen Brief. Dies gelte auch für seine Regulierung.
In dem Bieter-Wettkampf um Warner Bros. hat Paramount Skydance den Streamingdienst Netflix überboten. Es wird davon ausgegangen, dass US-Präsident Donald Trump die Übernahme durch Paramount Skydance unterstützt. Dessen Chef David Ellison sowie dessen Vater Larry Ellison, seinerseits Chef des Softwareanbieters Oracle, sind Unterstützer des republikanischen Präsidenten. Netflix-Mitgründer Reed Hastings gilt hingegen als einer der größten Spender der oppositionellen Demokraten.
Paramount Skydance versuchte am Montag, die Sorgen der Filmschaffenden zu zerstreuen. Das Unternehmen erklärte, es stehe zu seiner Zusage, mindestens 30 qualitativ hochwertige Spielfilme pro Jahr zu produzieren und in die Kinos zu bringen. "Paramount fühlt sich weiter zutiefst dem Talent verpflichtet und diese Fusion stärkt sowohl die Auswahl für den Konsumenten als auch den Wettbewerb und schafft größere Möglichkeiten für Kreative, Publikum und das Umfeld, in dem sie leben und arbeiten", hieß es.
E.Aziz--SF-PST