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Lady Gaga tritt bei Gratis-Konzert in Rio de Janeiro vor 2,1 Millionen Menschen auf
"Mayhem" an der Copacabana: US-Superstar Lady Gaga ist bei einem zweistündigen Gratis-Konzert an der berühmten Strandpromenade in Rio de Janeiro nach offiziellen Angaben vor 2,1 Millionen aufgetreten. "Brasilien, ich habe dich so vermisst", rief die Sängerin zum Auftakt des kostenlosen Mega-Konzerts am Samstagabend (Ortszeit). Die brasilianische Metropole plant weitere Gratiskonzerte dieses Ausmaßes.
Es war Lady Gagas erster Auftritt seit 13 Jahren in Brasilien. Sie wurde von der jubelnden Menge mit "Gaga, ich liebe dich"-Rufen auf Portugiesisch gefeiert.
In einem scharlachroten Kleid mit gigantischer Schleppe betrat die Sängerin zu den ersten Tönen ihres Songs "Bloody Mary" die Riesenbühne in unmittelbarer Nähe des Copacabana-Sandstrands. Anschließend legte Lady Gaga mit "Abracadabra" nach, einem der Haupttitel ihres aktuellen Albums "Mayhem". Während des Liedes enthüllte sie ein weiteres Kleid unter der roten Robe in den Farben der brasilianischen Nationalflagge: grün, blau und gelb.
Bereits die ganze Woche über waren die liebevoll "little monsters" genannten Fans der 39-jährigen US-Sängerin in die für ihren Karneval berühmte brasilianische Metropole geströmt. Die 22-jährige Alisha Duarte wartete bereits seit den frühen Morgenstunden auf ihr Idol. Lady Gaga sei die Mühen "wert", sagte die junge Frau.
Der 23-jährige Walter Segundo war für das Gratis-Konzert extra aus dem fast 3000 Kilometer entfernten São Luís angereist. "Lady Gaga bedeutet mir alles, ich bin seit 2008 ein Fan von ihr", sagte er der Nachrichtenagentur AFP.
Bevor sie ihre Hymne "Born this way" anstimmte, schwenkte die Popikone eine Regenbogenflagge zu Ehren der LGBTQ-Gemeinschaft. Der Konzertbesucher Alan Jones aus dem südlichen Bundesstaat Santa Catarina hat sich von dem Lady Gaga-Song sogar zu einer Tätowierung inspirieren lassen. "Durch dieses Lied habe ich begonnen, mich so zu akzeptieren, wie ich bin", sagte der junge Mann.
Lady Gaga war seit 2012 nicht mehr in Brasilien aufgetreten. Sie sollte ursprünglich 2017 beim Rock in Rio Festival auftreten, musste aber damals aus gesundheitlichen Gründen absagen.
Örtliche Behörden hatten vor dem Konzert mit rund 1,6 Millionen Besuchern gerechnet - doch die tatsächliche Zahl überschritt diese Schätzung nach offiziellen Angaben bei weitem: Nach Angaben der Stadtverwaltung von Rio de Janeiro im Onlinedienst X kamen rund 2,1 Millionen Fans zu dem riesigen Konzert an die Copacabana.
Die Behörde rechnet eigenen Angaben zufolge mit Einnahmen von umgerechnet rund 90 Millionen Euro. Für das Konzert hatten die brasilianischen Behörden massive Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Mehr als 5000 Beamte waren im Einsatz, zudem wurden Drohnen und Gesichtserkennungskameras eingesetzt.
Die Behörden von Rio de Janeiro möchten die Tradition eines riesigen Gratis-Konzerts im Mai fortsetzen. Damit soll vor allem den Tourismus während der Nebensaison angekurbelt werden.
Im Mai vergangenen Jahres hatte bereits Pop-Legende Madonna zum Abschluss ihrer Welttournee ein Gratis-Konzert an der Copacabana gegeben. Zum größten Auftritt in der 40-jährigen Karriere der Künstlerin kamen den örtlichen Behörden zufolge damals mehr als 1,6 Millionen Menschen. Das Event spülte demnach fast 60 Millionen Euro in die lokale Wirtschaft.
Rio de Janeiros Bürgermeister Eduardo Paes hat bereits angedeutet, dass er auch die irische Rockband U2 für ein Gratis-Konzert gewinnen wolle. Ein konkretes Datum nannte er zunächst jedoch nicht.
Auch das bislang größte Konzert der Geschichte ereignete sich in der brasilianischen Stadt: Mehr als 3,5 Millionen Fans besuchten ein Konzert des britischen Sängers Rod Stewart im Jahr 1994.
R.AbuNasser--SF-PST