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Waldbrände in Indonesien: Mindestens 300 Häuser auf Sumatra zerstört
Ein Waldbrand auf der indonesischen Insel Sumatra hat knapp 300 Häuser zerstört und tausend Dorfbewohner zur Evakuierung gezwungen. Bewohner hatten das Feuer, das sich ihrem Dorf in der Provinz Bangka Belitung im Südosten Sumatras näherte, erstmals am Samstag bemerkt, erklärte Bürgermeister Riza Herdavid am Dienstag. Daraufhin hätten sie versucht, es selbst mit tragbaren Pumpen zu löschen.
"Sie dachten, die Lage sei unter Kontrolle", sagte er. Aber da es sich um ein Torfgebiet handelt, schwelte der Brand weiterhin unter der Oberfläche. Dann habe der Wind gedreht und den Brand rasch auf das Dorf zugetrieben. Nach Angaben der örtlichen Katastrophenschutzbehörde verließen rund tausend Menschen den Ort.
Indonesien kämpft seit Monaten gegen Brände, die weite Flächen von Wäldern und Torfgebieten verwüstet haben, vor allem auf Borneo, aber auch auf Sumatra und in Papua. Die Feuer sind während der Trockenzeit, die zwischen Oktober und November endet, an der Tagesordnung. In diesem Jahr haben sie sich jedoch durch das Klimaphänomen El Niño verstärkt, das nach Einschätzung von Experten eines der stärksten seit Beginn vergleichbarer Aufzeichnungen vor vierzig Jahren sein dürfte.
Der Rauch der Brände hat zu zehntausenden Fällen von Atemwegserkrankungen geführt und zudem Spitzenwerte der Luftverschmutzung in Singapur und Malaysia ausgelöst. Der indonesische Präsident Prabowo Subianto hatte am Montag angeordnet, dass die Regierung größtmögliche Anstrengungen zur Bekämpfung der Waldbrände unternehmen soll. Indonesien hat nach Angaben eines Regierungsvertreters mehr als 60.000 Einsatzkräfte mobilisiert, um die Brände vor Ort zu bekämpfen.
L.AbuTayeh--SF-PST