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Getöteter US-Influencer Kirk: Mutmaßlicher Attentäter muss wegen Mordes vor Gericht
Fast ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod des ultrarechten US-Aktivisten Charlie Kirk muss sich der mutmaßliche Attentäter wegen Mordes vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft verfüge über ausreichende Beweise gegen Tyler R., erklärte der Richter Tony Graf im US-Bundesstaat Utah am Dienstag (Ortszeit). Auf Grundlage der Aktenlage und der Schriftsätze aller Parteien werde nun die Hauptverhandlung anberaumt. Tyler R. plädierte nach der Ankündigung auf "nicht schuldig". Kirks Witwe nannte den Richterbeschluss einen "wichtigen Schritt" auf dem Weg zur Gerechtigkeit.
Kirk war am 10. September 2025 bei einer Diskussionsveranstaltung auf einem Universitätscampus in Utah erschossen worden. Der 31-Jährige galt als einer der einflussreichsten rechten Aktivisten und Sprachrohr von US-Präsident Donald Trump für die Jugend.
Der Entscheidung des Richters war eine vorläufige Anhörung vorausgegangen, in der beide Seiten ihre Argumente für oder gegen einen Prozess vorgebracht hatten. Die Staatsanwaltschaft legte Chats aus Onlinespielen und Textnachrichten vor, die ihrer Ansicht beweisen, dass R. Kirk erschossen habe. Der 23-Jährige sei es "satt" gewesen, den "Hass" des Influencers zu ertragen, hieß es.
Dagegen konzentrierte sich die Verteidigung des mutmaßlichen Attentäters vor allem darauf, die Gültigkeit der DNA-Spuren in Zweifel zu ziehen, die den Angeklagten mit der Tatwaffe in Verbindung bringen.
Wie US-Medien berichteten, plädierte R. nach der Entscheidung des Richters auf "nicht schuldig". Bei einer Verurteilung droht ihm die Todesstrafe. Der junge Mann war einen Tag nach der Tat nach einer Großfahndung festgenommen worden. Seine Angehörigen hatten ihn überzeugt, sich zu stellen, nachdem sie ihn auf Fahndungsfotos erkannt hatten.
Kirks Witwe Erika Kirk nannte den Richterbeschluss im Onlinedienst X einen "wichtigen Schritt in dem Bestreben unserer Familie, Gerechtigkeit für ihn zu erlangen".
Der einflussreiche Aktivist und Podcaster Kirk setze sich für die Verbreitung patriotischer Überzeugungen, traditioneller Familienwerte und des christlichen Glaubens unter jungen Menschen ein. Das Attentat auf ihn wurde schnell politisch instrumentalisiert. Trumps Umfeld warf der politischen Linken in den USA vor, für ein Klima der Gewalt und "inländischen Terrorismus" verantwortlich zu sein.
Der US-Präsident bezeichnete Kirk wiederholt als "Märtyrer" und verlieh ihm posthum die Präsidentenmedaille der Freiheit, die höchste zivile Auszeichnung der USA. Dagegen warfen Kritiker Kirk Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und das Schüren von Hass gegen Minderheiten vor.
M.Qasim--SF-PST