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Junge Italienerin stirbt durch Schüsse bei Techno-Party in der Schweiz
Nach tödlichen Schüssen während einer Rave-Party in der Schweiz fahndet die Polizei unter Hochdruck nach dem Täter. Auf der Techno-Party "Aarauer Rave" in der Nähe von Zürich wurde in der Nacht zum Sonntag laut Polizeiangaben eine junge Frau durch Schüsse getötet. Fünf weitere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Wer das Verbrechen verübte, war zunächst unklar. Die Fahndung laufe, teilte die Kantonspolizei Aarau mit.
Bei dem Todesopfer handelt es sich laut Polizei um eine 22-Jährige. Sie sei vor Ort ihren Verletzungen erlegen. Vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 24 und 27 Jahren wurden nach Angaben der Kantonspolizei verletzt. Nach Angaben der italienischen Regierung handelt es sich bei dem Todesopfer um eine Italienerin. Zwei der Verletzten sind demnach ebenfalls Italiener.
Die Identität des Täters oder der Täter war am Sonntagabend weiter unklar. "Wir wissen noch nicht, wer für diese Tat verantwortlich ist und was das Motiv war", erklärte Dieter Egli vom Kanton Aargau bei einer Pressekonferenz.
Die Polizei habe "Spuren von zwei verschiedenen Kalibern gefunden, von einer Pistole oder Maschinenpistole und einem Sturmgewehr", sagte Polizeichef Michael Leupold. Nach Polizeiangaben wurden die Schüsse an zwei verschiedenen Orten abgegeben - auf dem Rave-Gelände in Aarau und in der Nähe eines angrenzenden Wohnwagenlagers.
Die Polizei gehe derzeit von drei verschiedenen Hypothesen aus, sagte Leupold. "Die erste ist ein Terroranschlag, die zweite eine Massentötung und die dritte eine einfache Straftat, deren Motiv uns noch unbekannt ist: eine Abrechnung innerhalb einer Gruppe oder etwas ganz anderes."
Ein Augenzeuge sagte dem Fernsehsender TeleM1, er habe gegen Ende der Rave-Party Detonationen gehört. Die meisten Gäste hätten den Lärm zunächst für Feuerwerk gehalten. Er und andere Umstehende hätten mindestens eine halbe Stunden lang versucht, die junge Italienerin wiederzubeleben, sie sei jedoch verblutet.
Der Schweizer DJ Tekibo, der bei dem Rave aufgelegt hatte, äußerte sich im Onlinedienst Instagram zutiefst betroffen durch den Vorfall sei, bei dem er eine "wichtige Freundin" verloren habe. "Techno und Raves sollten Orte der Freiheit und Sicherheit sein, niemals Orte, an denen so etwas geschieht."
Auf einem Video, das eine Einwohnerin von Aarau in Onlinenetzwerken veröffentlichte, sind menschenleere Straßen zu sehen, während im Hintergrund offenbar mehrere Schüsse zu hören sind.
Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, Medienberichten zufolge war auch ein Militärhubschrauber im Einsatz. Der Tatort wurde laut der Polizei "großräumig" abgesperrt. Die Beamten baten die Bevölkerung, dem Gebiet fernzubleiben. Polizeisprecher Graser sagte, es gebe Hinweise, dass der oder die Täter nicht mehr in der Region seien. Die Kantonspolizei rief Augenzeugen auf, ihr Videos oder Fotos des Angriffs zu übermitteln.
In der Schweiz sind Schusswaffenangriffe sehr selten, Waffen sind in der Alpenrepublik jedoch weit verbreitet. Laut dem Schweizer Studienprogramm Small Arms Survey kamen im Land im Jahr 2017 fast drei Waffen auf zehn Einwohner. Damit lag die Schweiz weltweit auf Platz 16 bei der Anzahl der Waffen pro Kopf.
T.Ibrahim--SF-PST