-
"Terrortat": US-Botschafter verurteilt Siedlergewalt gegen Palästinenser ungewöhnlich scharf
-
RSG-WM: Varfolomeev verpasst Keulen-Finale
-
BSW streitet über Umgang mit AfD - Wagenknecht weist Höcke-Angebot zurück
-
UNO: Welt nicht auf Kurs für Einhaltung der Biodiversitäts-Ziele
-
Opposition zu Hitzeschutz: Regierung muss handeln - Grüne für Hitzegipfel
-
Wehrle: "Infantino soll einfach zurücktreten"
-
Anhaltende Wärme macht Deutschland zu schaffen - Zahl der Hitzetoten weiter gestiegen
-
Rechtspopulist Farage tritt bei Nachwahl in England gegen Spaßkandidaten an
-
Wagenknecht weist Höckes Angebot zurück - und fordert ihn zu TV-Duell auf
-
Donau-Niedrigwasser: Rumänien fährt einziges Akw des Landes herunter
-
Ukraine: 437 Zivilisten im Juli getötet - Selenskyj fordert mehr Patriot-Raketen
-
Gegenstand absichtlich in Gleisbett gelegt: Zugverkehr in Treuchtlingen eingestellt
-
Prognose: Millioneneinbußen für Getreidebauern wegen Hitze
-
65 Jahre Mauerbau: Warnungen vor DDR-Verklärung und Gefährung der Demokratie
-
Steigende Opferzahl und verzweifelte Suche nach Überlebenden nach Beben in Kolumbien
-
Grüne fordern Hitzegipfel der Regierung und klarere Zuständigkeiten
-
"Inakzeptabel": Japan protestiert gegen Putins Besuch auf den Kurilen
-
Niedrigwasser: Binnenschiffer fordern Geld für neue Schiffe und tiefere Fahrrinnen
-
AfD in Mecklenburg laut Umfrage weiter vorne - SPD auf Platz zwei
-
Mangel an Pflegeplätzen: Verband fordert "pflegepolitische Wende"
-
Schwimm-EM: Gose auch über 1500 m auf Medaillenkurs
-
Eurovision Song Contest 2027 findet in bulgarischer Küstenstadt Burgas statt
-
Israelische Siedler belagern Palästinenser - US-Botschafter spricht von "Terrortat"
-
Britisches Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal etwas verlangsamt
-
"Spiegel": Haftbefehl gegen AfD-Politiker Krah wegen Rechtsstreits mit Böhmermann
-
Merz ruft 65 Jahre nach Mauerbau zu Einsatz für Demokratie auf
-
Japan protestiert gegen Putins Besuch auf den Kurilen
-
Ausgetrocknete Wasserstellen: Hitze wird auch für Wildtiere zur Gefahr
-
Weiterhin Wald- und Flächenbrände: Zug nahe Düsseldorf mit 150 Reisenden evakuiert
-
Schlüsselfertige Immobilie gesucht: Bundesbank beginnt Vergabeverfahren für Zentrale
-
Mann muss nach Brandanschlag auf Berliner Kältebus in Psychiatrie
-
Vor Landtagswahlen im Osten: Streit in BSW um Umgang mit AfD verschärft sich
-
Märtens kritisiert TV-Übertragung: "Absolute Schande"
-
US-Botschafter in Israel wirft israelischen Siedlern "Terrortat" gegen Palästinenser vor
-
Bulgarien: 71. Eurovision Song Contest findet in Küstenstadt Burgas statt
-
Autobahn bei Mannheim wird wegen ausgebrochener Schafherde gesperrt
-
Niedrigwasser: Rumänien beginnt Abschaltung von Atomkraftwerk
-
Deutsche Bahn bietet Service-Mitarbeitenden an Bahnhöfen Ausrüstung mit Bodycams an
-
Klöckner weist zu Jahrestag des Mauerbaus auf Spaltungen zwischen Ost und West hin
-
Sonnenfinsternis legt Verkehr in Bremen lahm: Polizei erfasst rund hundert Verstöße
-
Jahrestag der Machtübernahme der Taliban: Amnesty fordert Ende von Abschiebungen
-
Weltmeisterkollege für Zidane: Barthez neuer Torwarttrainer
-
Sambier wählen neuen Präsidenten - Amtsinhaber Hichilema gilt als Favorit
-
Barcala plant baldige Rückkehr von Oberdorf
-
Studie: Lohnstückkosten steigen in Deutschland vor allem wegen schwacher Produktivität
-
Neuer Höchststand 2025: Jugendämter melden zehn Prozent mehr Kindeswohlgefährdungen
-
RKI: Zahl der Hitzetoten in Deutschland nochmals gestiegen
-
"Spiegel": Haftbefehl gegen AfD-Politiker Krah wegen Satiriker Böhmermann
-
Putin besucht umstrittene Kurilen-Inseln - Heftige Kritik von Japan
-
WTA: Swiatek fordert Rybakina im Finale von Toronto
Brot für die Welt warnt vor Folgen von Mittelkürzungen für Entwicklungshilfe
Die evangelische Hilfsorganisation Brot für die Welt hat die Bundesregierung wegen der Streichung von Mitteln für den Kampf gegen Hunger sowie für humanitäre Hilfe kritisiert. "Dem Anliegen, krisensichere Ernährungssysteme zu schaffen, stehen die aktuellen Kürzungen der Bundesregierung in den Haushalten 2025, 2026 und 2027 diametral entgegen", sagte die Präsidentin der Organisation, Dagmar Pruin, am Donnerstag in Berlin. Sie warnte vor gravierenden Folgen weltweit.
Pruin verwies bei der Vorstellung des Jahresberichts von Brot für die Welt für 2025 auf Daten der Welternährungsorganisation FAO, wonach aktuell rund 645 Millionen Menschen an Hunger leiden. "Hunger ist jedoch kein Schicksal, sondern eine Frage von Macht und Prioritäten", sagte die Brot-für-die-Welt-Präsidentin. "Hunger ist das Ergebnis politischer Entscheidungen und ungerechter Strukturen." Grundsätzlich seien genug Lebensmittel vorhanden, um alle Menschen weltweit satt zu machen.
Jedoch würden auch durch die Bundesregierung "Haushaltstitel zur Hungerbekämpfung geschrumpft", kritisierte Pruin. Der Anteil der Entwicklungszusammenarbeit am Bundeshaushalt habe 2024 noch 2,5 Prozent betragen. Nach weiteren Kürzungen sind es nur noch 1,7 Prozent. "Die Bundesregierung muss jetzt eine Kehrtwende vollziehen", forderte Pruin. Die Mittelkürzungen seien "ein schwerer Fehler".
Inhaltlich setzt Brot für die Welt beim Kampf gegen Hunger unter anderem auf das Konzept der Agrarökologie. Dabei geht es um Vielfalt bei Getreidesorten, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten, die Einbeziehung von traditionellem Wissen, die Stärkung regionaler Wertschöpfung und auch um mehr Biodiversität und Klimaschutz. Durch staatliche Programme gefördert würden jedoch oft stattdessen große Monokulturen und damit auch die Abhängigkeit von Kunstdünger und internationalen Lieferketten.
Pruin bedauerte, dass die aktuelle schwarz-rote Bundesregierung der Agrarökologie weniger Bedeutung beimesse. Im Koalitionsvertrag werde deren Förderung anders als zuvor nicht mehr erwähnt. "Als Mitglied der UN-Agrarökologie-Koalition sollte Deutschland eine besondere Verantwortung übernehmen, als Partner agrarökologische Wege fördern und die Betroffenen gleichberechtigt mitentscheiden lassen", rief Pruin die Regierung auf.
Brot für die Welt verwies auch auf die Folgen weltweiter Mittelkürzungen für Entwicklungszusammenarbeit sowie die Auswirkungen geopolitischer Krisen. So werde die Ernährungssicherheit durch die Sperrung der Straße von Hormus als Folge des Iran-Krieges und damit verbundene Preissteigerungen zusätzlich gefährdet. Zu den Streichungen von Mitteln auch durch die USA und zahlreiche weitere Länder sagte Pruin: "Das wird Folgen haben, wir geben die Welt preis."
Die Finanzlage von Brot für die Welt beschrieb Pruin als noch relativ stabil, allerdings seien staatliche Verpflichtungsermächtigungen für die künftige Arbeit stark zurückgegangen. Daher werde sich die Organisation aus Projekten und auch einigen Ländern zurückziehen müssen. Im vergangenen Jahr seien weltweit 3000 Projekte unterstützt worden.
Insgesamt verfügte Brot für die Welt im vergangenen Jahr laut Jahresbericht über Einnahmen von 341,7 Millionen Euro. Davon kamen 72,6 Millionen Euro aus Spenden und Kollekten, 66,2 Millionen Euro aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes und 177,2 Millionen Euro aus staatlichen Mitteln des Bundes.
Die Ausgaben für die Programmarbeit wurden mit 293,9 Millionen Euro angegeben. 21,5 Millionen Euro flossen in Verwaltungsausgaben, 11,8 Millionen Euro in Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.
F.Qawasmeh--SF-PST