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Zwei Tote nach Krankenhausbrand in Mecklenburg-Vorpommern
Bei einem Brand in einem Krankenhaus in Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern sind in der Nacht zum Donnerstag zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein weiterer Mensch habe bei dem Feuer im Helene-von-Bülow-Klinikum eine Rauchgasvergiftung erlitten, sagte eine Sprecherin des Landkreises Ludwigslust-Parchim der Nachrichtenagentur AFP. Zunächst war von 34 weiteren Verletzten die Rede gewesen.
Die Feuerwehr wurde gegen 04.30 Uhr wegen des Brands alarmiert. Der Landkreissprecherin zufolge war dieser aus zunächst unbekannten Gründen in einem Patientenzimmer ausgebrochen. Bei den beiden Toten handelte es sich um Patienten. Zu ihrer Identität machte die Sprecherin keine Angaben.
Während der Löscharbeiten wurden zunächst sämtliche Klinikgebäude geräumt. Alle rund 60 Patienten, die zu dem Zeitpunkt stationär in der Klinik behandelt wurden, mussten vorübergehend ihre Zimmer verlassen, wie die Sprecherin sagte. Sie seien aber jederzeit medizinisch gut versorgt gewesen, betonte sie.
Am Morgen konnten die meisten Patienten wieder in ihre Zimmer zurückkehren. Fünf von ihnen wurden vorsorglich in ein anderes Krankenhaus verlegt. Für Angehörige wurde eine telefonische Hotline eingerichtet.
Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Im Umkreis gab es erhebliche Verkehrsbehinderungen. Am Morgen fanden der Landkreissprecherin zufolge letzte Nachlöscharbeiten statt. Das Gebäude, in dem das Feuer ausbrach, ist nicht mehr nutzbar. Laut Norddeutschen Rundfunk ist in dem Haus die Radiologie untergebracht.
Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Christian Pegel (SPD) sprach den Angehörigen und Verletzten sein "tiefes Mitgefühl" aus. Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Beschäftigte des Krankenhauses arbeiteten mit höchster Professionalität und großem persönlichen Einsatz. "Dafür gilt ihnen mein aufrichtiger Dank und mein größter Respekt." Es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, den Hergang des Brands aufzuklären. Die Unterstützung der Betroffenen habe aber jetzt höchste Priorität, betonte Pegel.
F.AbuZaid--SF-PST