-
Stromversorgung in Freiburg nach Unwetter wiederhergestellt
-
مباحثات لتوطين إنتاج المستحضرات الدوائية بين هيئة الدواء و«إيست فارما»
-
Kaiserslautern gewinnt Topspiel dank Krahl und rückt auf Rang drei
-
موجة بيع حادة تدفع مؤشرات البورصة المصرية إلى خسائر واسعة
-
CSU vertagt Personalfrage für das Bundespräsidentenamt
-
Vor Israel-Wahl: Oppositionspolitiker Eisenkot will "alle Israelis wieder zusammenbringen"
-
مخطط لإقامة ثماني بؤر استيطانية جديدة في جبل الخليل
-
Innenminister Hagel kündigt konsequentes Vorgehen an Halloween an
-
Kehlsteinhaus am Obersalzberg durch Brand zerstört
-
الجامعة الإسلامية تنعى ثلاثة موظفين وتدين استهداف حرمها
-
Doppelpack Mbappé: Real gewinnt 265. Clasico
-
Wie Streiks die volle Lohnfortzahlung verteidigten
-
Historischen Titel verpasst: Schindler verliert EM-Finale
-
اكتمال المتأهلين إلى ربع نهائي كأس الألف شهيد
-
Memes lösen internationalen Schlagabtausch auf X aus
-
Antonelli siegt in Austin - Titelentscheidung vertagt
-
Serbien vor Machtwechsel: Langjähriger Staatschef Vucic gesteht Niederlage ein
-
دخول خمس شاحنات غاز إلى قطاع غزة
-
Israel beginnt großangelegte Militäroperation im Westjordanland
-
Enges Rennen mit Verlängerung: Spannende Stichwahl um Präsidentenamt in Brasilien
-
Parlamentswahl in Serbien: Vucic gesteht Niederlage ein
-
Debatte über Gewalt nach den Protesten in Frankreich
-
كفاراتسخيليا يتجه إلى الدوحة لإجراء جراحة في الركبة
-
Dobrindt will Hürden für Vergesellschaftungen erhöhen
-
Präsidentschaftswahl in Bulgarien: Amtsinhaberin Jotowa laut Prognose nur knapp vorn
-
Darts-EM: Schindler sensationell im Finale
-
دراسة تحذر من مخاطر إرشادات أميركية جديدة للقاح التهاب الكبد «ب» على الرضع
-
Massenproteste in Frankreich und Italien halten an
-
الدفاعات السعودية تحبط سلسلة هجمات حوثية استهدفت مكة والمدينة
-
Ukraine widerspricht Musk im Streit über Starlink-Nutzung
-
Tausende demonstrieren gegen Rundfunkreform von Tschechiens rechter Regierung
-
Kompanys Zustand stabil: "Siege die beste Medizin für ihn"
-
Präsidentschaftswahl in Bulgarien: Amtsinhaberin Jotowa laut Prognose knapp vorn
-
Nach Kompany-Schock: Bayern gewinnt in Freiburg
-
Rassistischer Angriff in Pariser Vorstadt: Psychisch kranker Täter stand unter Drogen
-
Nach Protesten: Albaniens Regierungschef Rama kündigt härteren Kurs an
-
Knappe Final-Niederlage: Struff verpasst Krönung in Brüssel
-
"Liebliches Frankreich" und harte Ordnungspolitik: Le Pen und Bardella eröffnen Wahlkampf
-
Danks über Kompany: "Rückmeldungen sind wirklich positiv"
-
Nach fast einem Jahr Exil: Oppositionspolitikerin Machado nach Venezuela heimgekehrt
-
Netanjahu warnt Iran vor Angriffen zur Störung der Israel-Wahl
-
Präsidentschaftskandidatin Le Pen beschwört auf Parteitag französische Lebensart
-
Kramaric trifft vom Punkt: Bayers Siegesserie gerissen
-
Herbststürme: Stromausfälle und Flugausfälle in einigen Ländern Europas
-
Nach fast einem Jahr Exil: Oppositionspolitikerin Machado zurück in Venezuela
-
Wirtz führt Liverpool zum Sieg - United-Krise verschärft sich
-
Wirtz schießt Liverpool zum Sieg - United-Krise verschärft sich
-
Migrationskommissar Brunner will Frontex zur "zentralen EU-Abschiebeagentur" machen
-
Knappes Rennen und Richtungsentscheidung: Stichwahl um Präsidentenamt in Brasilien
-
Wagner unter Druck: Hannover verliert auch Niedersachsenderby
Berufungsverfahren im Vergewaltigungsfall Pelicot: Angeklagter beteuert Unschuld
Ein Jahr nach dem aufsehenerregenden Vergewaltigungsprozess von Avignon hat am Montag der Berufungsprozess zu dem Fall eines mutmaßlichen Vergewaltigers von Gisèle Pelicot begonnen. Der 44-jährige Angeklagte Husamettin D. beteuerte dabei am Montag erneut seine Unschuld. Er ist der einzige der 51 Verurteilten des ersten Prozesses, der an einem Berufungsverfahren festhielt. Wie bereits beim Prozess in Avignon versammelten sich Unterstützerinnen und Unterstützer Pelicots vor dem Gericht im südfranzösischen Nîmes.
Die 72-jährige, die im Laufe des Verfahrens im vergangenen Jahr zu einer Ikone des Kampfes gegen sexuelle Gewalt geworden ist, erschien in Begleitung ihres Sohnes Florian vor dem Gericht in Nîmes. Bei ihrer Ankunft wurde sie von Applaus begrüßt, sie schüttelte ihren Unterstützerinnen und Unterstützern die Hände, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Pelicot soll am Mittwoch aussagen.
Die Ankunft des Angeklagten verlief deutlich diskreter. D.s Gesicht war unter einer Baseballkappe, einer Schutzmaske und einer dunklen Sonnenbrille kaum zu erkennen. Vor dem Richter wies er die Vergewaltigungsvorwürfe erneut dezidiert zurück. "Ich bin heute hier, weil ich diese Frau, die ich respektiere, zu keinem Zeitpunkt habe vergewaltigen wollen", sagte der Angeklagte. "Ich habe allen Respekt vor ihr." Er habe nicht gewusst, dass Gisèle Pelicot von ihrem Mann betäubt worden war, sagte der Angeklagte.
Der 44-Jährige erscheint aufgrund von gesundheitlichen Problemen als freier Mann vor Gericht. Er war in erster Instanz zu neun Jahren Haft verurteilt worden. In dem Berufungsverfahren vor einer Jury aus neun Bürgerinnen und Bürgern sowie drei Richtern riskiert er erneut die Maximalstrafe von 20 Jahren Haft.
Seine Anwälte hatten bereits zuvor erklärt, D. sei davon ausgegangen, er habe im Haus der Pelicots an einer einvernehmlichen Sex-Party teilgenommen. Dieser Aussage hatte der Hauptangeklagte im Prozess von Avignon, Gisèle Pelicots Ex-Mann Dominique Pelicot, widersprochen. Der 72-Jährige hatte mehrfach gesagt, allen Angeklagten sei bewusst gewesen, dass sie in sein Haus gekommen seien, um seine Frau zu vergewaltigen. Dominique Pelicot soll am Dienstag als Zeuge vor dem Gericht in Nîmes aussagen.
Pelicot hatte seine damalige Frau über Jahre hinweg immer wieder mit Medikamenten betäubt und vergewaltigt sowie von zahlreichen Männern vergewaltigen lassen, die er in Internetforen kontaktiert hatte. Beim Prozess von Avignon waren 50 weitere Männer angeklagt, alle wurden zu Haftstrafen verurteilt. Dominique Pelicot bekam die Höchststrafe von 20 Jahren.
Der Prozess in Nîmes soll voraussichtlich maximal vier Tage dauern. Einer von Gisèle Pelicots Anwälten sagte, sie hätte gerne auf die "Tortur" des Berufungsverfahrens verzichtet, habe aber keine Angst davor, erneut ins Rampenlicht zu treten. Seine Mandantin verstehe "die Aufmerksamkeit, die ihrem Fall zuteil wird, der über ihre Person hinaus von universeller Bedeutung ist", sagte Anwalt Antoine Camus der Nachrichtenagentur AFP.
Auch bei dem Berufungsverfahren ist die Aufmerksamkeit groß: Mehr als hundert Journalistinnen und Journalisten, auch aus dem Ausland, sind für das Verfahren akkreditiert. Vor dem Gericht hielten Unterstützerinnen Plakate mit Sprüchen wie "Schande über die Vergewaltiger" hoch. Vor dem Gericht war ein Banner mit den Worten "Gisèle, die Frauen danken Dir" befestigt.
Wegen ihres Muts und der großen Medienaufmerksamkeit für den Prozess war Gisèle Pelicot zu einer Galionsfigur im Kampf für die Frauenrechte geworden. Sie hatte sich für ein öffentliches Verfahren eingesetzt, "damit die Scham die Seite wechselt".
V.AbuAwwad--SF-PST