-
Koalitionsstreit: SPD nennt Warkens Krankenkassenvorschläge ohne Gegenfinanzierung unseriös
-
Prien und Dobrindt stellen Studie zu Dunkelfeld bei Gewaltvorfällen vor
-
Trump droht Ottawa mit Stopp der Eröffnung von Brücke zwischen Kanada und den USA
-
Epstein-Affäre: Grüne Bundestagsfraktion fordert Nachforschungen in Deutschland
-
US-Außenminister Rubio reist am Sonntag nach Ungarn
-
Umweltminister Schneider will Gebäudesanierungen und "Klimahandwerk" stärker fördern
-
Sterbeurkunde: Kanadische Schauspielerin Catherine O'Hara starb an Lungenembolie
-
Starmer lehnt Rücktritt wegen Epstein-Affäre ab
-
"Komplexer Schienbeinbruch" nach Sturz: Vonn "bereut nichts"
-
Skistar Vonn berichtet: "Komplexer Schienbeinbruch" nach Sturz
-
Bericht: Verdächtiger von tödlichem Angriff auf Zugbegleiter zuvor schon auffällig
-
Diplomatenkreise: USA übergeben zwei wichtige Nato-Kommandoposten an Europäer
-
Trotz Festnahme von Vertrautem: Nobelpreisträgerin Machado will nach Venezuela zurück
-
Märchenhafter Raimund fliegt zum Olympiasieg
-
US-Prozess zu Social-Media-Sucht beginnt mit Eröffnungsplädoyers in Los Angeles
-
Epstein-Komplizin Maxwell verweigert Aussage und fordert Begnadigung durch Trump
-
Epstein-Affäre: Charles III. "zutiefst besorgt" über neue Vorwürfe gegen Andrew
-
Doppelsieg möglich: Taubitz führt knapp vor Fräbel
-
Nach Zugunglücken: Regierung und Lokführer in Spanien einigen sich auf Aktionsplan
-
US-Vizepräsident JD Vance besucht Armenien und Aserbaidschan
-
Doppelsieg möglich: Fräbel führt vor Taubitz
-
Deutsche NHL-Stars auf dem Eis - Kapitänsteam um Draisaitl
-
Trotz Streik: Pokalspiel in München findet statt
-
Frankreichs Zentralbankchef Villeroy de Galhau tritt zurück
-
Erneute OP bei Skistar Vonn
-
Urteil verschoben: Bundesverwaltungsgericht verhandelt weiter über Neonazisekte
-
Zusatzbeiträge für Krankenversicherung: Union lehnt SPD-Vorstoß ab
-
Prozess gegen "Letzte Verteidigungswelle" beginnt im März in Hamburg
-
Epstein-Affäre: Schottischer Labour-Chef fordert Starmer zum Rücktritt auf
-
Mecklenburg-Vorpommern: Polizei erwischt Einbrecher auf Rügen in Badewanne
-
Millionendiebstahl bei Geldtransportfirma: Fast vier Jahre Haft in Stuttgart
-
"Französische Lebensart": Macron will Wein-Exporte steigen
-
Nach tödlichem Angriff auf Zugbegleiter: Bahn lädt zu Sicherheitsgipfel ein
-
40-Jährige tot in Berliner Park entdeckt - Tatverdächtiger festgenommen
-
PKK-Aktivistin in München zu Bewährungsstrafe verurteilt
-
US-Vizepräsident JD Vance zu Besuch in Armenien eingetroffen
-
AfD-Bundesvorstand untersagt Veranstaltungen mit Rechtsextremisten Sellner
-
Team-Kombi: DSV-Duo chancenlos - zweites Gold für von Allmen
-
Staatsrechtler: BSW betritt mit Klage in Karlsruhe "Neuland"
-
Starmer in Epstein-Affäre unter Druck: Auch Kommunikationschef tritt zurück
-
Prinz William und Kate äußern sich bestürzt über jüngste Epstein-Enthüllungen
-
USA in der Team-Kombination mit Shiffrin und Johnson
-
Frankreichs Zentralbankchef tritt zurück
-
Rubio und Selenskyj zur Münchner Sicherheitskonferenz erwartet
-
US-Pläne für schärfere Einreisebestimmungen beschäftigen deutsche Diplomatie
-
Linke zu Kassenbeiträgen auf alle Einkommensarten: SPD muss das nun umsetzen
-
Gremaud schlägt Gu: Slopestyle-Gold für die Schweiz
-
Das E-Auto als Stromspeicher: BMW und Eon bieten erstes Produktpaket an
-
Fast 30 Schweine sterben bei Lastwagenunfall in Niedersachsen
-
Macron mahnt US-Justiz zu "unabhängigem" Vorgehen in Epstein-Affäre
Richter ordnet Fußfessel und Hausarrest für Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro an
Der wegen eines Putschversuches angeklagte brasilianische Ex-Präsident Jair Bolsonaro muss auf richterliche Anordnung hin fortan eine elektronische Fußfessel tragen. Ferner verhängte Richter Alexandre de Moraes vom Obersten Gericht am Freitag (Ortszeit) eine nächtliche Ausgangssperre gegen den rechtsradikalen Ex-Staatschef. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump, der sich mit Bolsonaro solidarisiert hat, kündigte daraufhin an, Moraes sein US-Visum zu entziehen.
Moraes verfügte auch, dass Bolsonaro keine Onlinemedien mehr benutzen sowie nicht mehr "mit ausländischen Botschaftern und Behörden in Kontakt treten" dürfe. Zur Begründung teilte der Richter mit, dass Bolsonaro und sein Sohn Eduardo im Verdacht stünden, zu "feindlichen Akten" gegen Brasilien aufzuhetzen. Die Maßnahmen seien daher notwendig.
Laut brasilianischen Medienberichten zielen die Maßnahmen gegen Bolsonaro darauf ab, eine Flucht des 70-Jährigen zu verhindern. Dies habe er nie vorgehabt, versicherte der frühere Staatschef: "Ich habe nie daran gedacht, Brasilien zu verlassen, ich habe nie daran gedacht, in eine Botschaft zu gehen." Die Fußfessel-Pflicht bezeichnete Bolsonaro als "größte Demütigung", auch nannte er die gegen ihn verhängten Maßnahmen "erdrückend".
Eduardo Bolsonaro erklärte im Onlinedienst X, die Polizei habe am Morgen das Haus seines Vaters durchsucht. Der Sohn des Ex-Präsidenten, der in den USA lebt, warf Moraes zudem in einem Brief vor, ein "politischer Gangster" in Richterrobe zu sein, der das Oberste Gericht "als seine persönliche Waffe" missbrauche.
Moraes gilt als Erzfeind Bolsonaros. Die Anwälte des Ex-Präsidenten hatten versucht, ihn als Richter absetzen zu lassen. Sie argumentierten, Moraes sei in dem Fall befangen, da er laut Anklage im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Putschversuch hätte ermordet werden sollen.
Bolsonaro und sieben Mitangeklagte hatten nach Überzeugung der Anklage nach Bolsonaros Wahlniederlage im Jahr 2022 versucht, einen Staatsstreich gegen seinen linksgerichteten Nachfolger Luiz Inácio Lula da Silva auszuführen. Sie müssen sich daher vor dem Obersten Gerichtshof in Brasília verantworten. Bei einem Schuldspruch drohen ihnen bis zu 40 Jahre Haft.
Am Dienstag hatte die brasilianische Staatsanwaltschaft beantragt, Bolsonaro und die weiteren Angeklagten für schuldig zu befinden, eine "bewaffnete kriminelle Vereinigung" gegründet zu haben. Sie hätten versucht, "die demokratische Ordnung gewaltsam zu stürzen".
Un dem Prozess stehen nur die Schlussplädoyers der Verteidigung noch aus. Anschließend wird das Urteil des fünfköpfigen Richtergremiums erwartet, dem Moraes angehört.
Bolsonaro weist die gegen ihn vorgebrachten Vorwürfe zurück. Der rechtsradikale Politiker, der von 2019 bis 2023 Präsident war, beschreibt sich als Opfer politischer Verfolgung. Die Staatsanwaltschaft hält dem entgegen, Bolsonaros Putschversuch sei nur deshalb gescheitert, weil das Militär sich nicht auf seine Seite gestellt habe.
Unterstützung erhält Bolsonaro indes von Trump. Dieser fordert, den Prozess gegen Bolsonaro zu stoppen und spricht von einer "Hexenjagd" - so hatte Trump auch stets gegen ihn selbst laufende Ermittlungen und Prozesse bezeichnet. In der vergangenen Woche kündigte Trump an, wegen des Vorgehens der brasilianischen Justiz gegen Bolsonaro ab August Brasiliens Einfuhren in die USA mit einem Zollsatz von 50 Prozent zu belegen.
Nach der Fußfessel-Anordnung für Bolsonaro erklärte Trumps Außenminister Marco Rubio, Washington werde Moraes sein US-Visum entziehen. Die "politische Hexenjagd" des Richters gegen Bolsonaro habe "zu einer Verfolgung und Zensur geführt, die nicht nur die Grundrechte der Brasilianer verletzt, sondern sich auch über die brasilianischen Küsten hinaus bis nach Amerika ausbreitet", erklärte Rubio.
Die Visa-Einschränkungen gelten dem US-Chefdiplomaten zufolge auch für andere Richter, die mit Moraes zusammenarbeiten, sowie für ihre engsten Familienangehörigen.
Bolsonaro hatte im Oktober 2022 die Präsidentschaftswahl gegen Lula verloren. Kurz nach dessen Amtsantritt im Januar 2023 stürmten Bolsonaro-Anhänger den Kongress in der Hauptstadt Brasília, den Amtssitz des Präsidenten sowie das Oberste Gericht und richteten dort schwere Verwüstungen an. Die Vorfälle erinnerten an den Sturm von Trump-Anhängern auf das Kapitol in Washington im Januar 2021 nach dessen damaliger Wahlniederlage gegen Joe Biden.
A.AbuSaada--SF-PST