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Unesco weitet Tsunami-Schutzprogramm aus
Die UN-Wissenschaftsorganisation Unesco weitet ihr Tsunami-Schutzprogramm auf sämtliche von Flutwellen bedrohten Gebiete einschließlich des Mittelmeers aus. Das zunächst in mehreren Dutzend Pilotprojekten in der Karibik, dem Pazifik und dem Indischen Ozean getestete Programm "Tsunami Ready" soll bis zum Jahr 2030 auf tausende weitere Orte ausgedehnt werden, wie die Unesco am Dienstag in Paris mitteilte.
In dem Programm lernen von bedrohte Gemeinden, welche Warnzeichen auf einen Tsunami hinweisen können und wie sie sich vorbereiten und schützen können. Mit der Ausdehnung von "Tsunami Ready" sollten alle bedrohten Küstenanwohner in die Lage versetzt werden, im Notfall richtig zu reagieren, erklärte die Unesco.
Die Mehrzahl der bislang registrierten Tsunamis ereignete sich im Pazifik und im Indischen Ozean. Laut Unesco sind jedoch prinzipiell alle Küsten bedroht. So bestehe etwa ein "sehr hohes" Risiko, dass die Mittelmeerküste im Verlauf der nächsten 30 Jahre von einer verheerenden Flutwelle getroffen werde, sagte Unesco-Experte Vladimir Ryabinin.
Ausgelöst werden die meisten Tsunamis nach Angaben des Ozeanografen durch Erdbeben, doch auch Vulkanausbrüche können Verursacher sein. Im Dezember 2004 starben bei einem durch ein schweres Seebeben vor der Küste Indonesiens ausgelösten Tsunami mehr als 210.000 Menschen.
G.AbuGhazaleh--SF-PST