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Nach tödlichen Angriff in Washington: Israel erhöht weltweit Sicherheitsmaßnahmen
Nach dem tödlichen Schusswaffenangriff auf zwei Mitarbeiter der israelischen Botschaft in Washington hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu erhöhte Sicherheitsmaßnahmen vor diplomatischen Vertretungen Israels weltweit angeordnet. Er reagierte damit am Donnerstag auf den Angriff vor dem Jüdischen Museum in Washington, bei dem der Deutsch-Israeli Yaron Lischinsky und die US-Bürgerin Sarah Lynn Milgrim am Vorabend getötet worden waren. Der mutmaßliche Schütze wurde festgenommen, er rief bei der Festnahme "Free, Free Palestine" (Freiheit für Palästina). Der Angriff sorgte international für empörte Reaktionen.
Israels Regierungschef Netanjahu sagte weiter, er habe zudem erhöhten Schutz für staatliche Vertreter angewiesen. "Wir erleben den furchtbaren Preis von Antisemitismus und wilder Aufwiegelung gegen den Staat Israel", erklärte er.
Israels Außenminister Gideon Saar machte auch europäische Länder mitverantwortlich. "Es gibt eine direkte Verbindung zwischen antisemitischer und antiisraelischer Aufstachlung und diesem Mord", sagte er. Diese "Aufwiegelung" komme auch von Verantwortlichen vieler Länder und internationaler Organisationen, insbesondere aus Europa. Ein französischer Außenamtssprecher wies dies als "völlig ungerechtfertigt" zurück.
In den USA und zahlreichen europäischen Ländern löste der Schusswaffenangriff erschütterte Reaktionen aus. US-Präsident Donald Trump verurteilte die "offensichtlich auf Antisemitismus zurückzuführende" Tat scharf. "Diese schrecklichen Morde in Washington, die offensichtlich auf Antisemitismus beruhen, müssen aufhören, jetzt", erklärte er. "Hass und Radikalismus haben keinen Platz in den USA."
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verurteilte den "abscheulichen Anschlag" auf das "Schärfste". "Derzeit müssen wir von einem antisemitischen Motiv ausgehen." Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, warnte vor Nachahmern in Deutschland. "Wir sollten daher als Gesellschaft sensibilisiert sein, und die Sicherheitsmaßnahmen für jüdische Einrichtungen sollten auch in Deutschland verstärkt werden", sagte der den Funke-Zeitungen.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas zeigte sich "schockiert". "Es gibt und es sollte in unseren Gesellschaften keinen Platz für Hass, Extremismus oder Antisemitismus geben", erklärte sie.
Die Schüsse waren auf einem Gehweg vor dem Jüdischen Museum in Washington abgegeben worden, in dem eine Veranstaltung stattfand. Dem israelischen Botschafter in den USA zufolge waren die beiden Opfer ein Paar. Lischinsky habe kürzlich einen Ring gekauft und habe seiner Freundin in der nächsten Woche in Jerusalem einen Heiratsantrag machen wollen, erklärte der Botschafter Yechiel Leiter.
Lischinsky wurde nach Angaben des israelischen Botschafters in Deutschland, Ron Prosor, in Nürnberg geboren. Er hatte neben dem israelischen auch den deutschen Pass.
Der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zufolge war Lischinsky Gründungsmitglied des Jugendforums der Schwesterorganisation, der Israelisch-Deutschen Gesellschaft. Er habe mit seinem "Interesse an den deutsch-israelischen Beziehungen und an Wegen zu friedlicher Koexistenz im Nahen Osten" sein gesamtes Umfeld beeinflusst, hieß es. 2022 habe er eine Stelle an der israelischen Botschaft in Washington angenommen.
Der Washingtoner Polizeichefin Pamela Smith zufolge gehen die Ermittler davon aus, dass die Tat "von einem einzelnen Verdächtigen begangen wurde". Dieser befinde sich "in Gewahrsam", sagte sie. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 30-jährigen Mann namens Elías Rodríguez aus Chicago.
Nach Angaben der Polizei wurde der mutmaßliche Schütze vor dem Schusswaffenangriff dabei beobachtet, wie er vor dem Museum auf und ab ging. Er habe sich einer Gruppe von vier Menschen genähert, eine Waffe gezogen und das Feuer eröffnet. Nach dem Angriff habe er das Museumsgebäude betreten. Zeugen berichteten, dass das Sicherheitspersonal den Mann offenbar fälschlicherweise für ein Opfer des Schusswaffenangriffs hielt und ihn ins Museum ließ.
Der Angriff ereignete sich nur wenige Tage, nachdem das Museum eine Förderung zur Verbesserung der Sicherheit erhalten hatte. Seit dem Krieg im Gazastreifen hat die Zahl antisemitischer Vorfälle zugenommen. Der Krieg war durch den Großangriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden.
R.Shaban--SF-PST