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Linken-Wahlkämpfer in Sachsen von mutmaßlich rechter Gruppe angegriffen
Wahlkämpfer der Partei Die Linke sind im sächsischen Bautzen von einer mutmaßlich rechtsextremen Gruppe attackiert worden. Sechs Menschen hätten den Wahlstand am Dienstagnachmittag angegriffen und die Anwesenden mit Pyrotechnik beworfen, teilte die Polizei am Mittwoch in Görlitz mit. Zudem sei es zu verbalen Bedrohungen und der Beschädigung eines Werbeschilds gekommen. Ein 19-Jähriger sei als Tatverdächtiger identifiziert worden.
Nach Angaben der sächsischen Linken wurde die Situation durch die alarmierte Polizei zunächst entschärft. Beim Abbau des Stands sei einer der Angreifer allerdings zurückgekehrt und habe ein Linken-Mitglied ins Gesicht geschlagen.
"Man kann nur von Glück sprechen, dass niemand ernsthaft verletzt wurde", erklärten die Linken-Landesvorsitzenden Susanne Schaper und Stefan Hartmann. Der Angriff zeige eine besorgniserregende Entwicklung - rechtsextreme Gruppen trauten sich trotz Polizeibekanntheit, ihren Hass und ihre Gewalt immer offener auszutragen. "Wir fordern klare Konsequenzen und eine laute gesellschaftliche Antwort darauf", erklärten die Landesvorsitzenden.
Z.AlNajjar--SF-PST