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Zwei Männer im Iran nach Angriff auf Pilgerstätte öffentlich hingerichtet
Neun Monate nach einem tödlichen Angriff auf eine schiitische Pilgerstätte im Iran sind zwei mutmaßliche Komplizen des Täters öffentlich hingerichtet worden. Die beiden Männer wurden am frühen Samstagmorgen nahe des Mausoleums Schah Tscheragh in Schiras erhängt, wie die amtliche Nachrichtenagentur Irna meldete.
Bei dem Angriff auf die schiitische Pilgerstätte in der Hauptstadt der Provinz Fars im Oktober waren 13 Menschen getötet worden. Der Angreifer wurde festgenommen, erlag später aber seinen Verletzungen. Zu dem Anschlag bekannte sich die sunnitische Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Die iranischen Behörden meldeten später die Festnahme von dutzenden radikalen Sunniten unter anderem aus Afghanistan, Aserbaidschan und Tadschikistan.
Öffentliche Hinrichtungen sind im Iran eher selten. Die meisten Verurteilten werden im Gefängnis gehenkt. Amnesty International registrierte allein im vergangenen Jahr 582 Hinrichtungen in der Islamischen Republik, so viele wie seit 2015 nicht mehr. Das Land steht damit weltweit an zweiter Stelle nach China.
In der südostiranischen Unruheprovinz Sistan und Belutschistan wurden unterdessen bei einem Angriff auf eine Polizeiwache der Provinzhauptstadt Sahedan sechs Menschen getötet. Unter den Opfern seien alle vier Angreifer sowie zwei Polizisten, berichtete Irna unter Berufung auf die Revolutionsgarden. Sistan und Belutschistan grenzt an Pakistan und Afghanistan, sie zählt zu den ärmsten Provinzen des Iran. Viele der Einwohner sind sunnitische Belutschen.
C.Hamad--SF-PST