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24 Verletzte nach Explosion und Brand im Stadtzentrum von Paris
Nach einer mutmaßlichen Gasexplosion sind im Stadtzentrum von Paris zwei Gebäude in Brand geraten und weitgehend eingestürzt. Mindestens 24 Menschen wurden nach Angaben der französischen Polizei bei dem Unglück am Mittwoch verletzt, vier von ihnen schwer. Polizisten sperrten die Gegend im Viertel Val-de-Grâce im Pariser 5. Arrondissement weiträumig ab, 230 Feuerwehrleute waren im Einsatz.
Augenzeugen sagten, sie hätten in dem wohlhabenden Viertel, in dem sich insbesondere das Pantheon befindet, gegen 16.50 Uhr eine "starke Explosion" gehört. "Ich dachte, es wäre ein Bombenangriff. Ich hatte zehn Sekunden große Sorgen", sagte ein Anwohner.
Ursache der Explosion sei vermutlich ein Gasleck gewesen, sagte Stadtteilbürgermeisterin Florence Berthout. In dem am stärksten beschädigten Gebäude in der Rue Saint-Jacques sei die private Modedesing-Schule Paris American Academy untergebracht gewesen. Fotos zeigten Flammen und schwarzen Rauch, die aus den Trümmern des Gebäudes aufstiegen.
Die Feuerwehr verhinderte die Ausbreitung des Feuers auf zwei angrenzende Gebäude, die durch die Explosion aber stark destabilisiert wurden, wie Polizeipräfekt Laurent Nuñez am Unglücksort sagte. Beide Gebäude seien geräumt worden. Am Abend war das Feuer unter Kontrolle, zwei Menschen wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft zunächst noch vermisst.
Paris' Bürgermeisterin Anne Hidalgo setzte einen Krisenstab ein und machte sich auf dem Weg zum Unglücksort. Die Innenstadt von Paris war am Mittwochabend voller Menschen, da am 21. Juni traditionell ein stadtweites Musikfest mit zahlreichen Konzerten, die Fête de la Musique, stattfindet.
Im Januar 2019 waren bei einer schweren Gasexplosion im 9. Pariser Arrondissement vier Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Feuerwehrleute.
Z.AlNajjar--SF-PST