-
Berlin: Eralp hält Bundesgesetz zu Vergesellschaftungen für verfassungswidrig
-
Japans Ex-Regierungschef Fukuda im Alter von 90 Jahren gestorben
-
Bestatterinnen fordern offeneren Umgang mit Tod und Trauer
-
Investitionsschutzgesetz: SPD-Innenpolitiker zweifelt an Verfassungsmäßigkeit
-
الظفرة يطلب كشف تفاصيل قرار ركلة الإقصاء أمام خورفكان
-
Düsseldorf installiert 18 Vielfalts-Ampelpärchen
-
طرق دبي تفتتح الجمعة الجسر الأخير في مشروع دوار المركز التجاري
-
Königin Letizia stürzt auf Fischerboot und bleibt unverletzt
-
Doppelpacker Mbappé: "Der Star war die Mannschaft"
-
نقل رالي دكار 2027 من السعودية في قرار استثنائي
-
Orkantief Manja verursacht zahlreiche Feuerwehreinsätze
-
NHL: Minnesota mit Sturm weiter auf Erfolgskurs
-
Venezuela: Oppositionspolitikerin Machado nach fast einem Jahr Exil heimgekehrt
-
Zwei Schwerverletzte bei Frontalunfall in Wachtberg
-
Wagner-Show bei Magic-Sieg: "Riesig für uns"
-
مهرجان الظفرة الرابع يختتم منافسات الهجن بتتويج الفائزين
-
NFL: Bitterer Abend für Mahomes und die Chiefs
-
Käerjeng setzt sich nach der Pause gegen Standard ab
-
بوتين يؤكد استمرار واردات أوروبا من الطاقة الروسية
-
Paralympic Day macht rund 20 Sportarten erlebbar
-
NBA: Besondere Wagner-Show bei Magic-Sieg
-
العاصفة «بويلو» تعطل الكهرباء والرحلات الجوية في بريطانيا
-
Luxemburgs Handballerinnen scheitern nach deutlicher Heimniederlage
-
Chor Casino und Qwain präsentieren Swing Stories
-
Das Formel-1-Reife(n)zeugnis: Austin
-
Dauerkritik ist Wirtz "komplett egal"
-
Schindler nach EM-Coup stolz: "Wirklich glücklich"
-
جمارك دبي تنجز 1.36 مليون طلب لاسترداد التأمينات في ستة أشهر
-
Bayern erleichtert nach harter Woche: "Sieg ist für Vinnie"
-
Carrick vor dem Aus: "Wir müssen abwarten, was passiert"
-
Halfway Home spielt im Dezember im Dörphus Hörsten
-
حرة مطار الشارقة تجذب استثمارات دولية جديدة في الصناعات الغذائية
-
Drei Leichtverletzte bei Zusammenstoß auf der B75
-
مقاطع الذكاء الاصطناعي تدخل قلب الحملات الانتخابية الأميركية
-
Ölspur führt Polizei zu mutmaßlichem Unfallfahrer
-
Nachtclub-Schlägerei: Londoner Gericht verkündet Strafmaß gegen US-Sänger Chris Brown
-
EU-Agrarminister beraten über Fördergelder und Ostseefischerei
-
Minister Schneider schaltet sich in Verhandlungen bei UN-Biodiversitätskonferenz ein
-
Merz bricht zu mehrtägiger Asienreise auf
-
Unbekannte brechen in Einfamilienhaus in Heidenau ein
-
شراكة رياضية تعزز نجاح كأس الإمارات للغولف للناشئين 2026
-
Lula gewinnt Präsidentenwahl in Brasilien - Bolsonaro will Ergebnis anfechten
-
Aufmerksame Nachbarn vereiteln Einbruch in Meckelfeld
-
المصرف المركزي الإماراتي يعرض في بانكوك مسيرة الريادة المالية والشراكات
-
Polizei stoppt 16-Jährigen ohne Führerschein in Ramelsloh
-
الزيودي: صادرات الإمارات إلى بنين مرشحة لبلوغ مليار دولار بحلول 2033
-
Auto gerät nach Panne bei Winsen in Brand
-
Polizei lässt umgebauten Cybertruck auf bayerischer Autobahn weiterfahren
-
Parlamentswahl in Serbien: Studentenliste verdrängt langjährigen Staatschef Vucic
-
خسائر بـ1.15 مليار إسترليني تهز سوق العقارات البريطانية
Polizist tötet bei Angriff auf Synagoge auf tunesischer Insel Djerba fünf Menschen
Bei einem Angriff auf eine Synagoge auf der tunesischen Ferieninsel Djerba sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Wie das tunesische Innenministerium mitteilte, erschoss ein Polizist am Dienstagabend bei der Attacke vor der Ghriba-Synagoge während eines jüdischen Pilgerfests zwei Pilger und zwei Sicherheitskräfte und verletzte acht weitere Menschen. Zuvor hatte er bereits einen Kollegen getötet. Der Angriff löste international Entsetzen aus.
Dem Ministerium zufolge tötete der Polizist im Hafen von Djerba zunächst einen Kollegen und nahm dem Toten dessen Munition ab. Dann begab er sich zur Ghriba-Synagoge - die älteste Synagoge Afrikas - wo sich hunderte Pilger versammelt hatten. Dort eröffnete der Polizist in Uniform und mit schusssicherer Weste das Feuer auf Pilger und lieferte sich dann ein Gefecht mit den Sicherheitskräften, die den Ort bewachten, bevor er selbst erschossen wurde.
Unter den Besuchern der Synagoge brach nach den Schüssen zeitweise Panik aus. Bei den getöteten Pilgern handelte es sich nach Angaben des Außenministeriums in Tunis um einen Tunesier und einen Franzosen. Vier weitere Besucher der Synagoge wurden demnach verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Es sei eine vorläufige strafrechtliche Untersuchung eingeleitet worden, sagte der Sprecher des örtlichen Gerichts in der Provinz Medenine, Fethi Bakkouche, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.
Das Motiv "für diese feige Tat" sei noch unklar, erklärte das Innenministerium. Von einer terroristischen Tat wollte es zunächst nicht sprechen. AFP-Journalisten zufolge wurden nach dem Anschlag im Umkreis der Synagoge zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen und sämtliche Zufahrtsstraßen gesperrt. Bei einem islamistischen Anschlag mit einem Lkw vor der Synagoge im Jahr 2002 waren 21 Menschen getötet worden, unter ihnen 14 Deutsche.
An der diesjährigen Wallfahrt zur Ghriba-Synagoge nahmen nach Angaben der Organisatoren mehr als 5000 Menschen teil, überwiegend aus dem Ausland. Das religiöse Ereignis am Feiertag Lag Baomer zieht jährlich tausende Gläubige an, die meisten von ihnen aus europäischen Ländern, den USA und Israel. Nach dem Anschlag von 2002 war die Zahl der Besucher jedoch stark zurückgegangen.
Wie alle anderen Länder bleibe auch Tunesien "nicht von derartigen Destabilisierungsversuchen verschont", sagte Tourismusminister Mohamed Moez Belhassine am Mittwoch in Djerba, einer auch bei deutschen Touristen beliebten Ferieninsel. Die Behörden setzten jedoch alles daran, den während der Corona-Pandemie stark eingebrochenen Tourismus in seinem Land weiter anzukurbeln.
Zu den Besuchern der Synagoge zum Zeitpunkt des Anschlags gehörte auch der frühere tunesische Tourismusminister René Trabelsi, der Mitglied der jüdischen Gemeinde ist. Ihm zufolge handelte es sich bei den getöteten Pilgern um zwei Cousins: Aviel Haddad, einen 30-jährigen tunesischen Juden, und den 42-jährigen Benjamin Haddad aus Frankreich. In einem Interview mit dem Radiosender Mosaïque FM sagte Trabelsi, dass es "ohne das schnelle Eingreifen der Sicherheitskräfte zu einem Blutbad gekommen wäre".
Der französische Präsident Emmanuel Macron zeigte sich am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter erschüttert. Frankreich denke "mit Schmerz an die Opfer, das tunesische Volk, unsere Freunde" und stehe "an der Seite der Familie unseres ermordeten Landsmanns". "Wir werden immer und ohne Unterlass gegen antisemitischen Hass kämpfen", erklärte er.
Auch die USA verurteilten den Angriff. "Wir drücken dem tunesischen Volk unser Beileid aus und begrüßen das schnelle Handeln der tunesischen Sicherheitskräfte", erklärte ein Sprecher des US-Außenministeriums auf Twitter.
Die Pilgerfahrt nach Ghriba zählt zur jüdischen Tradition in Tunesien. Seit der Unabhängigkeit des nordafrikanischen Landes von Frankreich im Jahr 1956 ist die Zahl der Juden in Tunesien aber von rund 100.000 auf geschätzt 1500 gesunken. Die meisten von ihnen leben heute auf Djerba.
Die Ghriba-Synagoge gilt als älteste Synagoge Afrikas. Ihren Grundstein sollen die ersten Juden Nordafrikas mit einem Stein des zerstörten Jerusalemer Tempels gelegt haben. Sie ist einem Mädchen gewidmet, der "Ghriba", das angeblich von einem Blitz getötet wurde und Wünsche nach Fruchtbarkeit, Eheglück und Gesundheit erfüllt.
O.Salim--SF-PST