-
Richterlicher Beschluss: Trumps Name wird von Kennedy Center entfernt
-
Fußball-WM: Kanada lässt ghanaischen Nationalspieler Partey nicht einreisen
-
Russell holt Pole Position vor Hamilton - Antonelli Dritter
-
Nach ausländerfeindlichen Protesten: Tausende demonstrieren in Belfast gegen Rassismus
-
Revanche gegen Magdeburg: Berlin stürmt ins CL-Finale
-
Vor WM-Start: Abschlusstraining mit Neuer
-
Israel fliegt nach Evakuierungsanordnung erneut Luftangriffe auf den Libanon
-
Ein Toter bei ukrainischem Drohnenangriff in Südrussland
-
Verweigerte Einreise für Partey: Ghanas Regierung protestiert
-
Iranisches Staatsfernsehen: Ali Chamenei soll am 9. Juli beigesetzt werden
-
Tausende Thailänder erweisen verstorbener Prinzessin Bha in Bangkok die letzte Ehre
-
Ittrich: Regeländerungen bringen "gar nichts"
-
SPD in Mecklenburg-Vorpommern wählt Schwesig erneut zu Spitzenkandidatin
-
FDP in Schleswig-Holstein kürt Landeschef Vogt zu Spitzenkandidat
-
SPD-Fraktionschef Ott ist Spitzenkandidat für Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen
-
Richter hält an Beschluss fest: Trumps Name muss von Kennedy Center entfernt werden
-
Wirtschaftsweise Grimm und Arbeitgeberpräsident Dulger drängen auf Reformen
-
Forscher: Musk verbreitete Beiträge britischer Rechtsextremer millionenfach weiter
-
Handball: Frauen-EM 2030 nach Frankreich und Belgien vergeben
-
Kleiner Fahrplanwechsel der DB am Sonntag - Strecke Berlin-Hamburg im Fokus
-
Trotz Zuversicht bei Verhandlungen: US-Armee meldet Abschuss iranischer Drohnen
-
Hunderte erwarten in Bangkok Ankunft des Trauerzugs mit Leichnam von Prinzessin Bha
-
Trump: Anführer von venezolanischer Drogenbande Tren de Aragua bei US-Angriff getötet
-
American Dreams: Das passierte in der deutschen Nacht
-
Pantisano: Linke muss Wut der Arbeiter aufgreifen
-
33 Punkte im Finalspiel: "Andi Obst ist Andi Obst"
-
Undav strotzt vor Selbstvertrauen
-
USA wie entfesselt: Auch Tom Cruise jubelt mit
-
US-Armee meldet Abschuss iranischer Drohnen in Straße von Hormus
-
Geburtstagsparade "Trooping the Colour" für König Charles III. in London
-
Zurückhaltung bei der FIFA? Neuendorf weist Kritik zurück
-
Mit Schlager und Lunchpaketen: DFB-Team sponsert Fanbusse
-
EU startet am Montag Verhandlungen in Beitrittsgesprächen mit Ukraine und Moldau
-
"Die Mannschaft brennt": Völler glaubt an guten Auftakt
-
König Charles III. ehrt Oscarpreisträgerin Helen Mirren und andere Briten
-
David Beckham bekommt Stern auf Hollywoods "Walk of Fame"
-
Rheinmetall-Chef warnt vor Scheitern des deutsch-französischen Panzerprojekts MGCS
-
Dobrindt warnt vor Drohnenangriffen auf Bundestag und weitere Verfassungsorgane
-
Teheran: Vereinbarung mit den USA könnte "in den kommenden Tagen" unterzeichnet werden
-
Ohne verletzten Davies: Kanada rettet spätes Remis
-
Regierung in Kuba öffnet weitere Wirtschaftssektoren für Privatunternehmen
-
BBL: Bayern legt im Finale vor
-
Erste Pride-Parade in Tel Aviv seit Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023
-
Pakistan: USA und der Iran verständigen sich auf Endfassung von Friedensvereinbarung
-
Ghanas Partey wird Einreise nach Kanada verwehrt
-
Rekord-Börsengang von SpaceX macht Musk zum ersten Billionär
-
Kolumbianisches Schiff mit Hilfslieferungen erreicht Kuba
-
Pakistan: USA und der Iran einigen sich auf Endfassung von Friedensvereinbarung
-
Putin: Ukraine will Russen mit Drohnenangriffen "spalten"
-
SpaceX-Aktie nach Börsenstart auf Höhenflug - Musk erster Billionär der Welt
Gedenken und Kritik in Hanau zum Jahrestag rassistischen Anschlags
Zum zweiten Jahrestag des rassistischen Anschlags von Hanau ist dort in einer Gedenkstunde der neun damaligen Opfer gedacht worden. Dabei räumte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) auch Fehler und Versäumnisse auf Seiten des Staates ein. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sicherte in einer Videobotschaft einen entschiedenen Kampf gegen Rechtsextremismus zu.
Am 19. Februar 2020 hatte in Hanau ein 43 Jahre alter Deutscher neun Menschen mit Migrationshintergrund ermordet. Die Behörden stuften die Tat als rechtsextrem und rassistisch motiviert ein. Es gibt nach wie vor Zweifel, ob der Mann ein Einzeltäter war oder es zumindest Mitwisser oder Unterstützer gab.
"Wir schulden den Familien der Opfer eine lückenlose Aufarbeitung aller Hintergründe", sagte denn auch Faeser. Zu viele Fragen seien noch offen. "Ich werde alles tun, dass diese entsetzliche Tat aufgeklärt wird und die Angehörigen Antworten erhalten."
"Der Anschlag in Hanau kam nicht aus dem Nichts", hob Faeser weiter hervor mit Blick auf Hass und Hetze durch Extremisten. "Diese Hetzer wissen, was sie tun. Und wir müssen sie aufhalten und zur Verantwortung ziehen", verlangte sie weiter. In der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" forderte sie zudem mehr Mitgefühl im Umgang mit den Opfern und deren Familien.
Angehörige der Opfer übten allerdings auch während der Gedenkstunde Kritik an deren Gestaltung. So war die Teilnehmerzahl auf 100 begrenzt worden, wobei teilweise Politikerinnen und Politiker Vorrang vor Angehörigen oder Freunden der Ermordeten erhielten. "Es macht mich fassungslos, dass unsere Wünsche an diesem besonderen Tag ignoriert wurden", sagte die Mutter des getöteten Sedat Gürbüz, Emis Gürbüz.
Scholz verlas in seiner Videobotschaft die Namen der neun Opfer und sagte: "Ihr wart ein Teil unseres Landes, ein Teil von uns." Weiter kündigte auch er an, die Bundesregierung werde "Rassismus und rechten Terror entschlossen bekämpfen".
"Es geht darum, Netzwerke von Extremisten wirksam abzuschalten, dafür zu sorgen, dass staatliche Behörden die Opfer und Hinterbliebenen unterstützen, mehr zu investieren in Vorbeugung und politische Bildung", sagte Scholz. Mit Blick auf die Anschlagsopfer fügte er hinzu: "Dort wo Ihr wart, klafft für immer eine Lücke."
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) mahnte in Hanau ebenfalls, die Ermordeten nicht zu vergessen. "Es waren nicht anonyme Opfer, es waren Menschen. Menschen mit ihren Namen und ihrer eigenen Geschichte, mit ihren Hoffnungen und Sorgen und Freuden", sagte er.
Deutschland schulde den Angehörigen "Antworten auf die Fragen, die bis heute offen sind", verwies auch Scholz darauf, dass die Hintergründe der Tat bisher nicht vollständig geklärt sind. Die Antwort auf Hanau müsse sein, dass "wir auf Respekt setzen statt Hass, Zusammenhalt statt Spaltung", hob der Bundeskanzler hervor.
Mit der Aufarbeitung der Tat befasst sich ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss. In Hanau war für den Nachmittag auch eine Demonstration gegen Rassismus im Stadtzentrum angekündigt. Auch in weiteren Städten wurde bundesweit an die Opfer erinnert, unter anderem auf einer Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).
E.Qaddoumi--SF-PST